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Glück erkennen wir immer erst, wenn es geht. Der Mensch ist viel zu sehr Egoist, um während der glücklichen Phase sich selbst zu reflektieren und zu erkennen. Denn das bedeutete, kurz vom Glück zu lassen. Erst wenn es vergeht, fällt es auf; und auch das ist nur ein egoistischer Impuls, es ist nur Selbstmitleid.
Glück zu pflegen hieße, immer am Limit zu leben, immer volle Kraft zu geben, denn Glück entsteht nur im Vollkommenen.
Volle Kraft, ohne sich abzurackern, das führt zu Glück. Nur wenige können das naturgemäß, aber Sänger lernen das. Ich glaube, deshalb sind gute Sänger auch oft glücklich.

Ich denke, das wird ein Lied.

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Nein, ich äußere mich nicht zur USA-Wahl.
Barak Obama hat gewonnen und alle Guten haben vor Freude geweint. Vor 8 Jahren. Weil jetzt die Welt eine bessere sein würde. Weil das nämlich der US-Präsident entscheidet. Und ein Schwarzer könne ja nur Gutes bringen.
Als ich in den damals üblichen Internet-Foren vor Euphorie warnte und Obama als einen weiteren Büttel des Kapitals im Schafspelz kommen sah, warf man mir Böses entgegen. So viel, dass ich kurz zweifelte und schnell beschloss, meine Klappe zu halten. Die Guten können mit Offenheit und Logik nicht so. Und sie waren sich alle einig. Das macht stark, so in der Gruppe, wie bei Nazis zuhause.
Ich bringe jetzt nicht den zwingenden Kalauer vom Wolf, der am Ende doch nur ein schwarzes Schaf war. Mit nicht erklärten Kriegen, Foltergefängnissen und Chemieindustrie.
Und ich schreibe jetzt nichts über die heute Trauernden, die es also bedauern, dass eine Kriegstreiberin, die den Feldzug gegen Russland offen befürwortet, nicht die Führung der Welt übernehmen darf.
Es hat offenbar eine Menge großdeutsches Gedankengut überwintert; da geistert „der Iwan“ noch durch die Kaffeestuben, ist der „mongolische Untermensch“ genau so nachhaltig verschwunden, wie „der Neger“.

Und erst recht schreibe ich nichts über den Gewinner. Und schon gar nichts über das „demokratische“ Wahlsystem in den USA.
Ich schreibe nichts über die fröhliche Unterhaltungsschau, die gespielt wird, während die NATO ihre Söldner an der russischen Grenze in Stellung bringt.

Ich würde gerne über den USA-Wahlgewinner meckern. Aber ich kenne den gar nicht.
Also nur von Beschreibungen aus den Medien.
Ja. Also: Gar nicht.

Ich habe nochmal gelesen, was ich bis hierher geschrieben habe und da steht „die Führung der Welt“! Ich meinte damit die USA-Regierung. Da musste ich selbst lachen. Reingefallen. Also ich.

So viele Fehler in einem Satz: „Statt auf Verbote und Reglementierung setzt die Ökonomin auf den Markt: Wenn mehr ökologische und nachhaltige Produkte gefragt würden, würden auch mehr angeboten.“
Hier zum Artikel.

Die Ökonomin hat leider vergessen, dass „Der Markt“ überhaupt nur mit Reglementierung funktioniert. Heißt nur anders: Marketing. Wenn eine US-amerikanische Schlagersängerin bei MTV mit einem viel zu kurzen Hemd rumhüpft und die zwischendurch auftretenden Clowns das auch noch als cool anpreisen, dann laufen weltweit, also in der USA-dominierten Welt, die verhaltensgestörten Mädels zum Klamottenjuden und kaufen das viel zu kurze Hemd für viel zu viel Geld. Wenn deutschtümelnde Sportler im Fernsehen zu sehen sind, wie sie sich braunen Fensterkitt auf die Stulle schmieren und das für ein gelungenes Frühstück halten, dann will der mittelmäßig begabte deutsche Jugendliche das auch haben. Scheint ja schlank und sportlich zu machen. Und Weltmeister.
So funktioniert der Markt.

Das aber weiß die Frau Ökonomin selbst, nur leider darf sie das vor einem Mikrofon nicht laut sagen, da sie im Land der Meinungsfreiheit dann sehr schnell ihren Job verlieren würde. Besser gesagt, ihr Job besteht geradezu daraus, dass sie das sagt, was ihr „Institut“ gesagt haben möchte. Und das sollte möglichst auch die Meinung der Sprechknechte sein. Für logische und richtige Schlüsse steht das Institut im falschen Land, nämlich in dem Land, in dem der Kapitalismus für eine gottgegebene und natürliche Gesellschaftsform gehalten wird. Zumindest wird das flächendeckend so gelehrt; meist von Leuten, die das auch glauben. Obwohl sie studiert haben.
Sie lachen über unsere Vorfahren, weil die so voll behämmert an Gott geglaubt haben, aber sie glauben an die Lehre vom Markt und wahrscheinlich auch an die Freiheit des Individuums und ähnlichen Nonsens.
Die Frau Ökonomin weiß mit Sicherheit, dass es für „unsere“ deutsche Industrie das größte Problem wäre, wenn die Mehrheit der Bevölkerung gebildet wäre und die Industrie durch ihr Konsumverhalten zwingen würde, endlich wieder natürliche Nahrungsmittel zu verkaufen. Wo man doch jahrzehntelang daran geforscht hat, wie man diese scheiß Natur aus den Lebensmitteln herausprügelt. Als das geschafft war, hat man die Menschen denaturiert.
BASF und Nestlé und Degussa usw. leben ausschließlich davon, dass das Volk Plastepizza und Schimmelpilzbrause mit Ammoniumsulfitzuckerkulör für Essen und Trinken hält.
Und das soll auch so bleiben. Zumindest wenn es nach dem Institut für deutsche Wirtschaft geht.
Da brauchen die sich aber keine Gedanken zu machen. Es sind nur ein paar verlassene Prozent der Bevölkerung, die sich hin und wieder mit Denken beschäftigen und damit der Wirtschafts-Politik ein paar Sorgenfalten auf die Stirn malen. Denn die hätte gern 100% Idioten.
Daran arbeiten sie.
Mit Erfolg, solange studierte Menschen mit ein paar Euro monatlich gekauft werden können, um in den Reihen der Weltverschlechterer zu kämpfen.
Damals, 1936 haben Millionen Deutsche auch gesagt, wie aus einem Mund: „Ich kann doch nichts dafür. Was soll ich machen? Ich habe ein Familie zu ernähren.“
So funktioniert der Markt.

Ökologische Produkte! Ts! Wenn man bei REWE nicht entdeckt hätte, dass man Bioprodukte sehr günstig von Negersklaven in Ghana ernten lassen kann, dann gäbe es bei REWE kein Bio.
Und Millionen Menschen rennen in deutsche Supermärkte, reißen sich um Pflanzenkost aus Ägypten und halten sich für bessere Menschen, weil sie sich weigern, ein deutsches Rind zu essen. Dasselbe Rind, das deutlich bessere Lebensbedingungen genießt, als der Bio-Textilarbeiter in Bangladesh.

Halb so wild.
So funktioniert der Markt.
Wirklich wild ist, dass die Journalisten es unterlassen haben, diesen gefährlichen Unfug zu hinterfragen. Dass sie überhaupt eine Industriehu -dame, zu Wort kommen lassen, wo die doch nichts anderes sagen darf als „Markt und Freiheit“. Und das auch noch als Abschluss des Artikels. Wie wir wissen ein alter Journalistentrick, um seine persönliche Meinung durch einen Protagonisten sagen und vor allem wirken zu lassen.

Jawoll. Der Markt.
Herrlich. Da haben doch die bürgerlichen Radiomacher ihren Klassenauftrag erfüllt, vielleicht sogar übererfüllt.
Hut ab!

Am Tiefpunkt: Über planloses Dagegensein

Dieser FAZ-Artikel skizziert sehr schön die aktuelle Verwirrtheit vieler Intellektueller, die glauben, auf der „richtigen Seite“ zu stehen. Stehen sie aber nicht. Man könnte es auch „planloses Dafürsein“ nennen.
Das Politik-Problem der letzten 20 Jahre ist ganz simpel: Die regierenden Parteien haben die echten Probleme nicht mehr benannt, sondern einfach umbenannt. Aus rechtsradikalen Straftaten sind einfach Straftaten geworden. Arbeitslose wurden in alles mögliche verwandelt, nur damit sie nicht mehr „arbeitslos“ heißen müssen, obwohl sie arbeitslos sind. Aus Ausländerkriminalität ist Taschendiebstahl geworden. Menschen mit deutschem Pass, die aber gegen unser System sind, Erdogan zujubeln und unsere Werte ablehnen, fahren in Berlin oder Köln mit ihren Penisverlängerungen Ungläubige über den Haufen. In der Polizeimeldung sind es deutsche Täter. In Wahrheit sind das aber Erkan und Firad, die ihre Schwester umbringen würden, wenn sie einen Deutschen küsst.

Diese Schieflage wird von den Menschen mehr und mehr wahrgenommen, denn mit Kriminalität ist es wie mit Unkraut: es vermehrt sich immer schneller, wenn man nicht ausreichend dagegen unternimmt. Und die regierenden Pappnasen reagieren auf den Unmut der Menschen mit Beschimpfungen und Naserümpfen, statt das Übel an der Wurzel zu packen.

Viele Intellektuelle outen sich in diesen Tagen als Hohlköpfe, indem sie von der Opposition (Lösungs-)Parolen wünschen, so wie sie es jahrelang von SPD und CDU gewohnt sind. Hauptsache ein kluger Spruch, die Umsetzung findet nicht statt.
Die Wahrheit ist aber, dass in einer Demokratie die Lösung erst im Parlament erstritten wird. Hierzu benötigt man Fachleute und Demokraten, die in einem Parlament streiten. Das gab es mal in Deutschland. Daran kann sich nur kaum jemand erinnern. Alle unter 40 haben sowas noch nie erlebt!

Heutzutage ausgerechnet die etablierten Parteien als Antipoden, also als demokratisch oder seriös dastehen zu lassen, das nenne ich gefährlich. Denn es sind SPD und Grüne und CDU und FDP und und und, die für den Hartz4-Betrug, für deutsche Soldaten am Hindukusch, für die „fehlerhafte“ Arbeitslosen- und Kriminalstatistik, für Altersarmut, für Leiharbeit, und eben auch für die Griechenlandpleite, für Sklavenarbeit in Südostasien und Afrika… usw. mitVERANTWORTLICH sind.
Von Frau von Storch erwarte ich allerdings nicht mal sinnvolle Lösungsvorschläge. Wer diese Nazienkel-Partei wählt, der verschenkt seine Stimme an eine rückwärtsgewandte Programmatik, die das alte Deutschland herbeijammert. Und das alte Deutschland war imperialistisch, ausgrenzend, ungerecht und kriegerisch.
Niemals gelingt es, die Vergangenheit wiederherzustellen. Und „Zukunft gestalten“ bleibt eine Phrase, denn damit wird das Handeln lediglich angekündigt und in eine ferne Zukunft verlagert.
Die Gegenwart aber ist es, an der wir bauen müssen. Wir brauchen Vordenker und Anpacker, Menschen und Parteien, die den Mut haben, Dinge zu tun, die von der regierenden Minderheit verpönt sind, den utopistischen Multikulti-Öko-Intellektuellen, der Parallelgesellschaft der Politclowns und ihrer Medien-Claqueure.
Wir brauchen vor allem mutige Wähler, die sich am 4. September aufraffen, um die neuen Parteien zu wählen, die Parteien, die neue, vernünftige Lösungsideen anbieten statt Parolen; wir brauchen also mutige Wähler, die mutig wählen!

Zunächst müssen wir das Grundgesetz wieder zur Grundlage des Handelns machen. Z.B. ist der Staat in der Pflicht, das Eigentum seiner Bürger zu schützen. Tut er aber nicht. Es wäre so einfach, ganz einfach: Sofortige Wiedereinführung der Grenzsicherung – und schon wäre der Großteil der organisierten Eigentumskriminalität „abgeschafft“. Und statt Glühbirnen zu verbieten oder die Färbung von Obst vorzuschreiben, könnte man in Brüssel dafür sorgen, dass vorbestrafte Kriminelle in jedem EU-Land als vorbestraft gelten. Ja. Das sind einfache Lösungen. Manchmal ist es eben einfach!
Erstmal Grenze zu – und sofort die Köpfe zusammenstecken, um eine dauerhafte Lösung zu finden.

Statt internationalen Konsortien Tür und Tor für Ausbeutung und Steuerhinterziehung zu öffnen, muss die Wirtschaftspolitik sofort wieder für den Mittelstand da sein. Es sind die vielen kleinen und mittleren Unternehmen, die Millionen Deutschen Arbeit und Wohlstand bringen. Stattdessen werden Milliarden an Steuerkohle in die reichsten globalisierten Konzerne gesteckt. Der größte Skandal in Mecklenburg-Vorpommern ist noch nicht lange her: 50 Millionen Euro, versenkt in den Taschen eines schwerreichen Chemiekonzerns, für die Schaffung einiger Arbeitsplätze für unterbezahlte Leiharbeiter, für die Produktion umweltschädlicher und überteuerter Luxusartikel… 50 Millionen Steuergeld! Während das Staatstheater kaputtgespart wird.

Es muss die Wahrheit über die Massenarbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern endlich an die Öffentlichkeit. In der Zeitung steht, man zähle aktuell 75.800 Arbeitslose. Die Wahrheit: Wir haben ca. 200.000 Arbeitslose und Aufstocker im Land! Das wird Monat für Monat sogar veröffentlicht. Aber unsere Journalisten vermelden die falsche Zahl. Das ist nahe am Staatsjournalismus. Was sonst? Aus Versehen geschieht das Veröffentlichen der Regierungs-Erfolgsmeldungen mit falschen Zahlen jedenfalls nicht. Es würde jedenfalls nicht sehr geil klingen, wenn man öffentlich eingestehen müsste, dass fast 30% der arbeitsfähigen Bevölkerung im Nordosten von Leistungen nach SGB II und SGB III leben müssen.
Eben. Es klingt doof. Aber nur wenn wir die Probleme benennen, können wir sie auch lösen. Deshalb den Problembenennern Rechtspopulismus oder „planloses Dagegensein“ vorzuwerfen, erinnert mich sehr unangenehm an die Verunglimpfung Oppositioneller in der DDR. Damals hießen die Menschen, die die wahren Probleme laut ausgesprochen haben „feindlich negative Kräfte“ oder einfach „feindliche Agenten“. Heute heißen sie „Rechtspopulisten“.

Aber diese Schublade passt eben nicht für diejenigen, die dieses Land wirklich verändern wollen, die endlich wieder Politik für die Menschen machen wollen.
Denn in einer Demokratie ist es das Volk, das sagt, wo es langgeht; auch wenn es der Regierung nicht passt. Und wenn die Mehrheit des Volkes nicht damit einverstanden ist, dass wir unsere Grenzen für alles und jeden öffnen, dass einmal gefasste Straftäter einfach so wieder auf die Gesellschaft losgelassen werden, dass Banken das Bargeld abschaffen wollen… dann ist es Regierungsauftrag, diese Missstände unverzüglich zu beseitigen.
Es ist Zeit für Menschen in der Politik mit echten Lebensläufen, also mit im Arbeitsleben erworbenen Kompetenzen.
Planloses Dagegensein überlassen wir den anderen.
Schlimmer noch ist das planlose Dafürsein, denn das unterstützt die nachweislich fehlerhafte und menschenfeindliche Politik der etablierten Parteien, die Deutschland kaputt reformiert haben.

Und es muss Schluss sein mit dem idealistischen Dummgeschwätz intellektueller Hohlköpfe, die einem Multikulti-Gender-Unsinn*innen huldigen und dabei die Augen vor der Realität verschließen.
Unter Intellektuellen ist vieles möglich, jederzeit: Da kann der Moslem neben dem Christ neben dem Buddhist neben dem Juden friedlich leben. Nur leider funktioniert das „auf der Straße“ eben nicht. Spätestens seit in Deutschland Moslems auf der Straße „Juden ins Gas“ skandieren dürfen und dafür nicht belangt werden, gibt es keine Religionsfreiheit mehr. Es gibt sogar wieder „No-Go-Areas“ für Juden, ausgerechnet dort, wo überwiegend Moslems leben. Ist es fremdenfeindlich, diese Korrelation zu benennen? Nein. Es ist für die Erhaltung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung sogar NOTWENDIG, die Feinde unserer Werte zu benennen, sie zu stellen und zu sanktionieren. Wer in Deutschland Juden angreift, der gehört nicht zu Deutschland!
Leider sind es tatsächlich oft Fremdenfeinde, die mit diesen Themen auf Stimmenfang gehen.
Deshalb müssen wir sofort damit beginnen: Wir dürfen die richtigen Argumente nicht weiterhin den falschen Leuten überlassen!

Es gab mal die Idee eines modernen, weltoffenen, friedlichen Deutschlands. Dieses Deutschland ist in Gefahr!
Denn es wird bedroht von den etablierten Parteien und es wird bedroht von den rechten Rattenfängern.

Wir haben ein ordentliches Grundgesetz. Das muss sofort wieder vollumfänglich umgesetzt werden.
Wir haben einen starken Mittelstand. Der muss gegen die Übermacht der menschenfeindlichen, internationalen Finanzkonsortien in Stellung gebracht werden.
Wir haben eine bunte Gesellschaft. Diese muss den Feinden der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit die Tür weisen. Sofort.

Es gibt viel zu tun!

Wäre schön, wenn die Briten-Hetze jetzt mal enden könnte. Sehr ekelhaft sind vor allem die vielen deutschen Bescheidwisser, die dem Insel-Volk vorhalten, zu doof für eine solche Entscheidung zu sein. Noch schlimmer sind diejenigen, die generell Volksabstimmungen für gefährlich halten. Was wollt Ihr dann? Diktatur? Monarchie? Sprecht es wenigstens aus!

Großbritannien ist ein Schwergewicht in der EU. Das Königreich ist auch immernoch ein Schwergewicht weltweit.
Und eines ist ja wohl klar: Wenn die britische Elite den Ausstieg aus der EU nicht gewollt hätte, dann hätte sie auf allen Kanälen die entsprechende Propaganda gefahren, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Und das hätte auch funktioniert. Glaubt Ihr nicht?

Es funktioniert ja auch nach wie vor, dass Menschen, die sich für intelligent halten, Industriewurst, Zahnpasta oder Joghurt im Supermarkt kaufen. Freiwillig! Sorry, aber das ist wirklich dumm! Und warum tut Ihr das? Weil im Fernsehen irgendein blonder Engel an Eure verbotenen Gefühle appelliert und Euch überredet, aus völlig freien Stücken altes Hackfleisch mit Gift zu kaufen, Euch freiwillig Zinkoxid in den Mund zu schmieren, Milchersatz mit Kunstaroma zu schlucken. So einfach ist das. Und Ihr wollt schlauer sein als die Mehrheit der Briten, die es satt haben, von der EU in den Ruin diktiert zu werden?

Ob die EU gut für uns ist oder nicht… darüber kann man streiten. Muss man sogar, denn die EU ist zu einem Monster geworden. Die EU ist der Gipsfuß am rechten Bein des Fortschritts.

Wissen wir doch längst. Hat Machiavelli vor 500 Jahren bereits aufgeschrieben: Gesellschaften, die keiner kritischen Kontrolle unterliegen, wachsen zu großen, kranken Gebilden, die dann notwendig irgendwann implodieren, wenn sie nur noch mit sich selbst beschäftigt sind, wenn also die Realität zum Störfaktor wird.

Ich finde es ziemlich gut, dass die Briten gezeigt haben, dass die EU nicht alternativlos ist.
Es wird immer behauptet, es gäbe keine einfachen Lösungen.
Doch. Da habt Ihr’s!

„Dass jedermann lesen lernen darf, verdirbt auf die Dauer nicht allein das Schreiben, sondern auch das Denken.“

So tippte er es eines Nachts in seinen Blog „Also sprach Zarathustra“ – Ganz klar, heute würde ein Nietzsche gar nicht auffallen, zu sehr ist das verdorbene Denken heute das Denken der Mächtigen und Usus in vielen Medien. Das zeigt sich in den Internet-Kommentarspalten, im klapprigen Denkgebäude des Gender Mainstreamings oder beim Umgang mit dem Islam in Deutschland.

„Gott ist tot; an seinem Mitleiden mit den Menschen ist Gott gestorben. So seid mir gewarnt vor dem Mitleiden: daher kommt noch den Menschen eine schwere Wolke!“

Tja, und nun ist er da: Der religiöse Gegenspieler, den man nicht öffentlich kritisieren darf. Er steht nicht mehr vor der Tür. Er ist da und fordert Forderungen, gefeiert von SPD und Grünen und sogar der CDU. Ehrlich gesagt, hielt ich es nicht für möglich, dass der Christenmensch heute so blöd in die Falle geht, wo doch jemand wie Nietzsche alles längst notiert und veröffentlicht hat.
Nietzsche meint also: Das Mitleiden wird das Christentum töten.
Der Christ hält die andere Wange hin. Doch der Unkritisierbare ist nicht verzeihend; stattdessen ist er erobernd! Die andere Wange des Christen ist ihm nur ein Zeichen der Schwäche.

Nietzsche schreibt aber auch:
„Wer unter den Guten lebt, den lehrt Mitleid lügen, Mitleid macht dumpfe Luft allen freien Seelen. Die Dummheit der Guten ist unergründlich.“

Mensch, dieser … Friedrich!

Eigentlich ergibt es keinen Sinn, viel zu dem neuen Bernd Begemann – Album zu sagen, außer: Ich finds gut. Ich habe jedenfalls gelacht. Laut. Wären die Texte besser verständlich, hätte ich vielleicht öfter gelacht. „Eine kurze Liste mit Forderungen“ stellt das Album nicht da; es sind immerhin 28 Titel. Kurz ist die Platte also nicht, passt aber trotzdem in jeden CD-Player und wird eröffnet mit der herrlichen Hymne auf „Die besoffene Fahrerin“. Zynisch, fröhlich, traurig, lustig, böse, klug – das hat sich bei Bernd Begemann nicht geändert. Nur musikalisch, wie soll ich sagen… einige Hooklines klingen zu konstruiert, so als hätte der Meister unbedingt verhindern müssen, dass sich da irgendetwas zu sehr nach einem anderen der hunderttausend Begemann-Lieder anhört. Eins noch: Sehr froh bin ich, dass ich die CD erworben habe, im Booklet fanden sich alle Texte der Platte!
Und ich finde, diese Rezension ist schön kurz geraten.

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