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gute nachrichten

Also, wenn ich Angela Merkel wäre, dann würde ich am kommenden Freitag (21.12.2012, Mensch!) den Kachelmann und die komplette Chemtrailstaffel in Richtung Stratosphäre schicken und mal so richtig den Himmel verdunkeln. Für drei Tage. Wenn es weiße Kunstwolken gibt, dann wird es wohl auch schwarze Kunstwolken geben!
Also Himmel abdunkeln, oder Sonne ausschalten. Das müssen die doch längst können, wenn die tatsächlich auf dem Mond gewesen sein wollen!
Dann müßte Schäuble in der Aktuellen Kamera auftreten und sagen, daß das daran liegt, daß die Griechen jetzt auch das Tageslicht unter sich verscherbelt haben. Scheiß Bankenrettung! Mit Geld macht man keine Lampe an.
Aber jetzt ist nicht mal mehr Geld da.
Dann kommt Rösler und schlägt vor, Griechenland soll sofort das Licht zurückgeben und den lieben Gott dazu!
Klaus Kleber wird etwas schräg lächeln und ein voll investigatives Interview mit dem Kachelmann führen, mit so Fragen wie: „Warum sehen Sie keine Chance für ein baldiges… (irgendwas, ähm, weiß noch nicht, naja, setz irgendwas ein, wie sonst auch, Katja!)“. Sorry, die Frage war noch nicht fertig, blöd. Ok. Das streich’ ich.

In dem Moment kommt Frau Merkel aus der Kulisse und sagt, daß sie zu Herrn Kachelmann vollstes Vertrauen hat.
Dann ist der Strom ganz weg.

Drei Tage ängstigen sich die deutschen Journalisten und senden zur Belustigung ausnahmsweise Sachen wie DSDS oder Wetten daß…, während das Volk auf den Straßen ausschweifend Christi Geburt mit Karneval entgegenfeiert, als gäbe es kein Morgen! (Die Quoten für DSDS und Wetten daß… sind natürlich grandios)
Dann geht der Strom wieder an, aber niemand merkt es.
Erst wenn am Horizont 3 LED’s blinken und Jungfrau Angela leise singend mit Markus Lanz als Jesus Christus im heute-Journal erscheint und beide verkünden, daß wir alle gerettet sind, wenn wir sämtliche Zigaretten wegwerfen und kein CO2 mehr pupsen, kehrt Ruhe ein!

Merkel wird ab sofort „Deutschland in den Grenzen von 1985“ fordern und Sonja Zietlow holt uns alle hier raus. Oder so.
Das wäre aber auch keine Rettung.
Moment. Ich denk noch mal nach.

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Das Schöne am Neuanfang ist, daß man ihn gar nicht spürt. Zuerst zumindest. Aber was geht einem durch den Kopf, wenn man sein Denken ändert, ohne es zu spüren?
Dilededò. Das träumte mir heute morgen und sollte was französisches sein, irgendwie. Dabei war der gestrige Wein ein Chilene und der Schnaps ein…, äh, wo kommen Mirabellen her?

Ich blätterte also in einer Zeitschrift, die sehr schick daherkam und im esoterischen Bade fischt. All dieser „erkenne-dich-selbst“- und „du-mußt-zuerst-dich-lieben“-Kram, mit dem wir alle Millionäre und reich zugleich werden können. Wenn wir nur wollten!
Während ein Artikel in dieser Zeitschrift darüber referierte, wie man mit geistiger Kraft zu höchster Entspannung finde, klebte auf derselben Seite eine Anzeige für Entspannungspillen. Das war fast lustig.
Ebenso wie der Einstieg in diese Zeitschrift: Zuerst ein paar grafisch hochwertig schillernde Weisheiten, wie man der bösen Konsumwelt entflieht und dann erstmal ein paar Seiten darüber, was man sich zuerst alles kaufen sollte, bevor man die Reise beginnt.

Ja, das sind Geschäftsideen, die funktionieren!
Die Geschichte vom Kleinen Prinzen ist auch so eine.
Schreib ein kleines Buch mit infantilen Ratschlägen für Normaldebile! Sowas!
Fast noch besser ist Der Alchimist!

Neuanfang ist wie schwanger werden.
Man spürt es erst, wenn man schon mittendrin ist.

Sie nennen es „politisches Kabarett“.
Dieter Hildebrandt ist wieder ein Jahr älter geworden und erhält auch in diesem Jahr Glückwünsche von allen Seiten, auch von den guten.
Und ich frage mich, seit ich im Radio eine Geburtstagslobhudelei erduldet habe, warum es Kabarett heißt, wenn jemand ohne zu Spaßen sagt, was ihm stinkt.

Aus irgendeinem Grunde konnte ich über den Scheibenwischer der Nation noch nie lachen. Ich kann mich auch noch lebhaft erinnern, wie ich im Ostwohnzimmer das Westfernsehen einschaltete und sehnsüchtig darauf wartete, daß die Münchner Lach- und Schießgesellschaft endlich mal einen Witz macht. Klar, das Fernsehpublikum hat gelacht, aber das wirkte so unwirklich. Mir war schnell klar: das BRD-Fernsehen hat den eingespielten Lacher erfunden. Damals noch mit echten Menschen, die noch viel früher sogar einen  Namen hatten: Claqueure. Beim Schreiben fällt mir auf, daß das dann doch die Franzosen waren, die das Klatsch- und Lachvolk erfanden. Überhaupt müssen die Franzosen mal sehr gewitzte Leute gewesen sein. Sie haben die Montgolfiere erfunden und Flaubert oder Hugo geboren. Der Graf von Monte Christo durfte spannende Aussagen sagen („Kunst entsteht nicht einfach so, weil man gerade nichts besseres zu tun hat“), natürlich auf französisch. Mein Lieblingsdialog, den es im Buch gar nicht gibt, dafür aber so ähnlich in einer älteren Verfilmung:

Adliger, leicht entrüstet : „Was für Zeiten, daß ein Bürgerlicher Fürst werden kann?!“
Adliger, entrüstet amüsiert: „Nun, wenn das Geld König ist.“

Was soll ich sagen?

Politisches Kabarett in der BRD? Das ist nicht lustig. Und es gibt auch nur eine einstellige Zahl an Protagonisten, die dem grausamen Tagesgeschäft mit klugem Witz begegnen. Volker Pispers oder der mit der Holzhand.

Aber Dieter Hildebrandt? Klar, er galt als Vorzeigekabarettist des revanchistischen Deutschlands und das Staatsfernsehen leistete sich donnerstags mal etwas Faust auf den Tisch. Doch geschmerzt hat es nicht. In der humorlosen Republik gilt es eben schon als verrückt, nur die Wahrheit so zu sagen, wie sie aussieht. Dabei habe ich mich schon immer gefragt, warum politisches Kabarett in der geschlossenen Gesellschaft jedesmal ein Lachsalvenorchester schuf, während man in der amerikanisch besetzten Zone nur gelegentlich schmunzeln durfte. Und jetzt komme mir niemand mit unterschiedlicher Sozialisation und so. Über „Bananas“ hat der Ostfernseher genauso gelacht, wie der von drüben.
Komisch ist aber tatsächlich, daß es inzwischen wieder so ist wie im Osten: Eine absurde Politik verbunden mit ebenso absurder Berichterstattung (die Pläne übererfüllt, alle Werktätigen glücklich, die Führung kämpft erfolgreich für den Frieden). Das können Kabarettisten eben nicht verhindern. Das ist ihre Nahrung. Und leider sind sie am Ende auch nur Selbstdarsteller mit Hofnarrenfunktion. Aber solange sie uns Denkenden ein paar fröhliche Momente schaffen, wünsche ich ihnen weiterhin viel Gesundheit und gute Ideen. Auch Dieter Hildebrandt.
So.

Heute ist „Kunst offen“ und ich erwarte Gott an meiner Seite, daß er sehe, welch schönes Werk er an mir getan hat.

„Heute gehört uns ein Sechstel der Welt! Morgen wird’s schon ein Zwölftel sein!“
Dieser schöne Satz wurde vor vielen Jahren kolportiert, als der halbe Liter Exportbier noch 1,12 Mark kostete; der Satz sei einem LPG-Vorsitzenden so rausgerutscht. Im Brustton der Überzeugung natürlich. Weil es sich herrlich schimpfen und loben läßt, wenn man sich das Mitdenken abgewöhnt hat.

Letztens sagte eine sehr bekannte Politikerin: „Man kann nach einem solchen Ereignis nicht sagen, unsere Kernkraftwerke sind sicher. Sie sind sicher!“ (Der erste Halbsatz kann leicht anders gewesen sein, die Pointe hingegen ist wortwörtlich echt.)
Und so reden sich Bundespolitiker und Landräte um Kopf und Kragen, ohne Kopf oder Kragen zu verlieren. Das liegt daran, daß die meisten Multiplikatoren mit der Orthographie und dem täglichen Kampf gegen den Schreibtischnachbarn beschäftigt sind, statt sich um Inhalte zu kümmern.

Letztens im Hotel ließ ich mal den Fernseher laufen und hatte einen Heidenspaß dabei, zuzuhören, wie sich Vertreter der Lebensmittelvergifter und -unwissenschaftler gegenseitig versicherten, daß Fett und Salz und Zucker total giftig seien. Die Moderatoren waren thematisch dermaßen hoffnungslos überfordert, daß es eine wahre Freude war, diesem Schlagabtausch des Unsinns zu folgen.
Mittendrin saß ein etwas kränklich aussehender Herr, der sich dafür feiern ließ, daß er sich fleisch- und salzlos ernährt. Da fühlt man schnell Mitleid, so wie an der Kasse im Biomarkt, wenn die viel zu früh ergraute Veganerin mit schmerzhaft geröteten Fingern die Horrorpreise in die Kasse hämmert.

Ein Satz jedenfalls, der auch Tage danach noch transportiert wird, wird vermutlich zur Headline der Industriepropaganda: „Es gibt keine gesunden oder ungesunden Lebensmittel!“ – Eine wundervolle Kreation und ich schlage ihren Erfinder für den Friedensnobelpreis vor. Endlich kann Frieden herrschen zwischen seriösen Wissenschaftlern und Nestlé-Knechten. Denn der Satz ist genau so falsch, wie er vollkommen richtig ist. Ein Wunderwerk der deutschen Sprache! Gratulation und Verneigung.

Spätestens aber wenn Mutti ihren Gören Vogelbeerenmarmelade auf die Stulle schmiert und sich daran erfreut, wie das undankbare Pack plötzlich erbrechend kollabiert bis zum Exitus, wird man noch mal darüber nachdenken müssen, ob auch Milchschnitte kein gesundes oder ungesundes Lebensmittel ist. Oder Klärschlammjoghurt aus Milchbestandteilen und Erdbeerengeschmack aus Holzextrakt.
Ja? Ich meine, wenn Ballaststoffe tatsächlich so gesund sind, warum spülen wir dann unsere Kacke so achtlos in den Orkus?

Schön war auch das: Kürzlich setzten sich ein paar Bosse, die vom Lokalfernsehen für wichtig gehalten werden, an einen mikrofongeschmückten Tisch und waren ganz erstaunt. Sie konnten sich irgendwie nicht erklären, warum tausende Menschen lieber arbeitslos in der Wanne liegen, als sich 10 Stunden täglich als Hartz4-Aufstocker mobben zu lassen, in Dreischicht. Da lassen sich Edeka, Dr. Oetker und nochirgendwer vom Steuerzahler millionenschwere Fabriken in die DDR-Landschaft zimmern und beglücken das Volk mit Arbeit, die ungefähr so fair bezahlt wird, wie in der Ukraine, also ein bißchen vom letzten Jahrhundertgewinn und ein bißchen mehr von der ARGE – und dann will da niemand in die Stechuhr treten! So ein undankbares Volk.

Wirklich.
Ist es tatsächlich so seltsam, daß genau die Betriebe, die ihre soziale Verantwortung ernst nehmen und den Menschen, die täglich für ein gutes Produkt schuften, dann auch am Mehrwert beteiligen, daß also diese Betriebe keinen Fachkräftemangel haben?
Nein.
Und das liegt daran, daß ein Teil der Menschen immer noch nicht komplett verblödet ist, trotzdem ARD und BILD täglich hart daran arbeiten.
Denn heute guckt noch ein Sechstel die Tagesschau, morgen wird’s schon ein Zwölftel sein!

Zusatzstoffe im Essen. Das war heute ein Frühstücksthema.
Wenn ich bedenke, daß das Kilo Bacon im Handelshof nur rund 6 Euro netto kostet, wo doch 150 Gramm bei Sky sonst gerne schon an der 2 Euro-Grenze kratzen. Meist ist es der von Tulip, der ja eigentlich dänisch ist, aber vermutlich so dänisch ist, wie irische Butter irisch ist. Also deutsch-irisch… oder vielleicht doch eher deutsch.
Da ging mir durch den Kopf, daß auch die Dänen in einem kapitalistischen Land leben, Tulip kein Pioniernachmittag ist und es völlig logisch wäre, wenn die Dänen ihren Tulip-Bacon nicht in Kopenhagen, sondern in Minsk produzieren lassen. Was an sich nicht schlimm wäre, wenn ich das weißrussische Lebensmittelrecht kennen würde, und vor allem die weißrussischen Vorschriften für Schlachttierhaltung; und wenn ich dann die Wahl hätte, auf dänisch-deutsch-weißrussischen Bacon zugunsten echten Mecklenburger Specks zu verzichten…
Vielleicht habe ich das in der vergangenen Woche unterbewußt gedacht, als ich bei der Landfleischerei Stenzel gleich drei lange Latschen fetten Speck gekauft habe, um ihn in meiner Küche zu bunkern. So komme ich auf jeden Fall bis zum Februar. Denn da habe ich Geburtstag und bekomme vermutlich was zu Essen geschenkt.

Jedenfalls möchte ich gerne auf weißrussische Futtermittelrückstände in meinem Essen verzichten, da ich mir vorstelle, daß das Futter selbst aus Nordchina kommt und mit Erdbeersahnegeschmack aus einer taiwanesischen Tochterfirma von (ehemals) Haarmann & Reimer (ich habe vergessen, wie die heute heißen) frisiert worden ist. Denn Schweine fressen quasi alles, wenn es nur mit Erdbeersahnegeschmack desodoriert worden ist.
So wie Menschen auch Klärschlamm fressen, wenn er mit Erdbeersahnegeschmack desodoriert worden ist und auf dem Etikett eine leckere Erdbeere mit einer dicken Sahne rummacht. Auf US-amerikanischen Etiketten würde dann vorne auf dem Etikett wenigstens groß ein Hinweis stehen, daß das Produkt eigentlich nach Scheiße schmecken würde, wenn da nicht ein Milligramm Duft- und Geschmacks-Chemie dran wäre… hierzulande muß das nicht. Ist aber auch egal. Das Bildungssystem ist schon darauf abgestimmt; schließlich hat man hier das neue Abitur erfunden, für das man weder Lesen noch Schreiben beherrschen muß.
Seit dem 1. April dieses Jahres jedenfalls darf hierzulande teures Olivenöl verkauft werden, das in Wahrheit billiger desodorierter Ölabfall ist. Und es darf trotzdem vorne „extra vergine“ draufstehen.
Dagegen ist ein weicher Euro wirklich ein Kinderspielplatz! Den Euro kann man nämlich nicht auf Mozzarella Caprese träufeln.

Und auch beim Abwaschen fiel mir auf, daß ich meine neue Pfanne mit Keramikbeschichtung nach dem Spülen lieber noch mal spülen sollte. Sonst ist in meinem nächsten Rührei auch ein Löffel voll Fit. Das muß ja nicht sein. Wenn man bedenkt, daß Fit extrem fettlösend ist. Was wird es dann in meinem Magen so anrichten?
Ich meine, man mixt sich ja auch nicht haarlösenden Wasserrohrreiniger ins Shampoo!

Und fast nebenbei ist jetzt die Welt verrückt. Mein Gehör sagt mir, es ist Zeit, den Teufel in den Himmel zu wünschen, also werde ich jetzt eine Frau lieben (die zehnte Anruferin gewinnt!), einen Garten bepflanzen und allen Leuten, die mir in den vergangenen Monaten in die Suppe gespuckt haben, ein Beinchen stellen. So… wegen Auge um Auge und so. Wirklich! Ich finde, daß das alte Testament sich viel realistischer liest als die Tagesthemen.

Und jetzt etwas Brahms bitte!

Silvester riecht anders! Aber es ist eine Stimmung wie jetzt gerade. Die Spülmaschine rauscht, draußen arbeitet irgendwer schwarz zu unchristlicher Zeit und die Sonne hat sich schon den ganzen Tag versteckt. Ist ja meist so. Wann war der letzte strahlend sonnige Silvestertag mit augustischen Temperaturen? Das kennt man ja nur von Heiligabend!

Der Nebel zieht die Hosen runter und beklebt den Hinterhof mit diffusen Spinnweben, die so aussehen, als hätte die Jungspinne noch nie richtige gruselige alte Spinnweben gesehen, außer im Gruselfilm – weshalb sie ihre Spinnweben so spinnt, wie sie es aus dem Fernsehen kennt.
Tjaha. Letztens in meiner Küche:
„Was hängt da am Regal?“
„Speck?“
„Quatsch! So sieht Speck aus?“

Nun, da hat sich was getan in der Welt der Klimaschädlinge. Am meisten schädlich sind die Wettervorhersagen aus dem Radio. So wie der Verkehrsservice. Und wer es nicht schafft, in den Nachrichten den Schweriner „Platz der Freiheit“ so zu nennen, wie er heißt, dem kann ich auch keinen Stau glauben (der sowieso immer erst dann gemeldet wird, wenn man selbst schon drin steckt).
Staumeldungen sind ungefähr so nützlich wie „Das Supertalent“. Am Ende gewinnt der Sender, weil der Mob zu blöd ist.

Und das ist schön! Zu wissen, daß jedwede revolutionäre Idee für den Abfluß ist, weil der gemeine Deutsche nicht in der Lage ist, vom Kolben bis zur Mündung zu denken. Spätestens wenn heute abend wieder millionenfach die Fernsehgeräte glühen und ein Rieseneimer voll Schlaumeier die Tagesschau für eine Nachrichtensendung hält, dann kehrt auch auf meinem Küchentisch Frieden ein und ich vertilge den Lakritzbonbon so, als wäre das neue Jahr schon im Hausflur.

Deshalb: Arschwackeln bis zum Mond! Und fröhlich sein und singen!

Da haben wir den Salat! Erst gehen wir auf die Straße, weil der Staat „mehr Demokratie wagen“ soll und dann hält der sich dran?
Nein, dafür ist der Deutsche noch nicht bereit.

DEMOKRATIE?! Igitt! Da dürfen dann auch Leute mitspielen, deren Nase mir nicht paßt? Nööö, so war das nicht gemeint!

Der Deutsche braucht einen klaren Weg, ein klares Ziel und ein „Los geht’s!“. Dafür reicht auch eine Partei! Oder was?
Wofür muß man sich auf dem Wahlzettel mit GRÜN und GELB und sonstwas befassen, wenn es doch nur eine Marschrichtung geben kann: Vorwärts?!

Und dann die betroffenen Demokraten! „Wir wollen Demokratie – aber bitte keine Diskussion!“, rufen sie uns stumm zu.
Sie schauen mit betroffenem Blick, fordern ganz demokratisch Redefreiheit, die sie allerdings ihren Gegnern nicht gönnen.
Was stimmt da jetzt nicht?
Irgendwas ist doch komisch oder?

Am lustigsten sind die Clowns, die der NPD vorwerfen, daß die genau das richtig machen, was die anderen falsch machen.

Ja wirklich!
Dafür haben sie jetzt den Begriff „Kümmerer“ negativ besetzen lassen. Die NPD sei „Kümmerer“. Sie kümmere sich um Regionen, die von den Demokraten längst verlassen worden seien. So wie die dortigen Einwohner auch.
Da kann ich einfach nur sagen: Wer DAS zuläßt, der darf sich hinterher nicht beschweren.

Und wenn wir mal genau hinschauen, stellen wir fest, daß die NPD dort besonders stark ist, wo eine funktionierende Infrastruktur in 20 Jahren ganz demokratisch und friedlich zerbombt worden ist und wo in letzter Zeit Diebstähle von Buntmetallen, Sprit und Hausrat zum Alltag gehören. Und wenn mal jemand gefaßt wird, dann kommt der Mutmaßliche in 9-einhalb von 10 Fällen aus Litauen oder Polen.
Ja sorry, da kann ich jetzt auch nichts für!
Und auch, wer meint, diese Neonazis seien pauschal ausländerfeindlich, der irrt. Im Kreis Uecker-Randow hat die Zigarettenschachtel eines rechtsdrehenden Genossen längst kein deutsches Steuerzeichen mehr.

 

Was hat die Wahl gebracht? Die NPD kann endlich nicht mehr als Unfall einer verblödeten Wählerschaft behandelt werden.
Ihre Themen, bislang als „Bauchthemen“ verschubladiert, sind offenbar reale Themen der Menschen – vor allem in Vorpommern.
Und wenn diese Menschen sich von der NPD angemessen vertreten fühlen, dann sollten wir uns FREUEN, daß so was in unserem Land straffrei möglich ist.
Das nämlich ist Freiheit und Demokratie!

Ob ich das Wahlergebnis gut finde?
Wie bitte?
Ist das ein Kriterium für irgendwas?

Ja, ich finde es gut.

Nur so ist Demokratie möglich.
Denn das Wahlergebnis zeigt deutlich die Stimmung im Land – nur so kann die Realpolitik angemessen reagieren. Darauf nämlich kommt es jetzt an.

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