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gute nachrichten

Ja, so klingt es. Schreibt sich vielleicht anders. Ismir egal.
Es ist eine Entscheidung gefallen. Sie lautet: Tschüß.
Damals, 1999, gehörte ich zu den ersten, die ihre Gedanken ins Internet hinausposaunten. Damals noch ohne wordpress und so. Damals fragte man mich, warum ich im Internet solche Sachen schreiben würde. Also wirklich ernsthaft. Ernsthaft wurde ich das gefragt. Ich sagte, ich habe ein paar Freunde, die sich über dieses Mittel informieren. Ich wurde angeschaut wie ein seltsames Tier.

Ich habe der Welt erklärt, wie sie zu sein hat. Nach meinem Abbild. Sie hat sich dafür nicht interessiert. Sie ist eine hässliche geblieben. Es hat mich viel Zeit und Lust und Leid gekostet, ihr die Welt zu erklären. Sie will es nicht wissen.

So verbleibe ich nun mit den besten Wünschen.
Wem weiterhin nach meinen Gedanken gelüstet, der halte Augen und Ohren offen. Ich finde ein anderes Medium.

Glück erkennen wir immer erst, wenn es geht. Der Mensch ist viel zu sehr Egoist, um während der glücklichen Phase sich selbst zu reflektieren und zu erkennen. Denn das bedeutete, kurz vom Glück zu lassen. Erst wenn es vergeht, fällt es auf; und auch das ist nur ein egoistischer Impuls, es ist nur Selbstmitleid.
Glück zu pflegen hieße, immer am Limit zu leben, immer volle Kraft zu geben, denn Glück entsteht nur im Vollkommenen.
Volle Kraft, ohne sich abzurackern, das führt zu Glück. Nur wenige können das naturgemäß, aber Sänger lernen das. Ich glaube, deshalb sind gute Sänger auch oft glücklich.

Ich denke, das wird ein Lied.

2016 WinnerGlobes WMF - Silver - Web
Ein kurzer Film über die Edelkrebszucht in Mecklenburg-Vorpommern räumte einen der begehrten WorldMediaFestival-Preise am 12. Mai in Hamburg ab. Der Film gehört zu einer Staffel Imagevideos, die Falk Schettler im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern produziert hat. Mit den Filmen präsentiert sich das Land weltweit als attraktiver Aquakultur-Standort.
„Ein großes Dankeschön gilt dem Auftraggeber“, so der Filmemacher in seiner Dankesrede auf der Bühne im Delphi-Showpalast. „Für diese Produktion stand ein Budget zur Verfügung, dass es mir ermöglicht hat, auf hohem Niveau zu produzieren.“
Mit dem Filmpreis wird nicht nur eine herausragende handwerkliche Arbeit geehrt, sondern auch der Mut des Auftraggebers. Falk Schettler: „Für die Produktion eines erfolgreichen Corporate Videos ist es notwendig, dass der Auftraggeber sich in die Hand des Filmemachers begibt und diesem voll vertraut. Das war hier der Fall.“

Einmal jährlich werden auf dem WorldMediaFestival die weltweit besten Marketingfilme gekürt. In diesem Jahr hatte die Jury 750 Beiträge aus 43 Ländern zu bewerten. Weitere Preisträger waren unter anderem IKEA, die Porsche AG, Messe Frankfurt und Air New Zealand.
Das Festival gehört zu den weltweit wichtigsten Veranstaltungen der Branche.

Hier ist der preisgekrönte Film zu sehen: „Schutz durch Nutzung“

Eigentlich ergibt es keinen Sinn, viel zu dem neuen Bernd Begemann – Album zu sagen, außer: Ich finds gut. Ich habe jedenfalls gelacht. Laut. Wären die Texte besser verständlich, hätte ich vielleicht öfter gelacht. „Eine kurze Liste mit Forderungen“ stellt das Album nicht da; es sind immerhin 28 Titel. Kurz ist die Platte also nicht, passt aber trotzdem in jeden CD-Player und wird eröffnet mit der herrlichen Hymne auf „Die besoffene Fahrerin“. Zynisch, fröhlich, traurig, lustig, böse, klug – das hat sich bei Bernd Begemann nicht geändert. Nur musikalisch, wie soll ich sagen… einige Hooklines klingen zu konstruiert, so als hätte der Meister unbedingt verhindern müssen, dass sich da irgendetwas zu sehr nach einem anderen der hunderttausend Begemann-Lieder anhört. Eins noch: Sehr froh bin ich, dass ich die CD erworben habe, im Booklet fanden sich alle Texte der Platte!
Und ich finde, diese Rezension ist schön kurz geraten.

Ts! Da denke ich monatelang darüber nach, wie ich mein neues Bandprojekt gestalten werde und dann passiert das: Ich höre unsere Einriss-Kassette von 1989 und denke: Das war gut! Mehr muss man nicht tun, mal abgesehen von etwas mehr Handwerk und etwas mehr Arrangement und so. Also ein bißchen dran feilen und dann kann das wieder auf die Bühne. Aus heutiger Sicht war das offenbar die geilste Einriss-Besetzung: Volker Voigt am Schlagzeug, Thomas Baeter an der Gitarre, ich am Bass. Die Titel gehen seltsam gut ab, die Klampfe quietscht überraschend, der Bass rollt und knackt und das Schlagzeug zappelt lustig. Wenn Bass und Schlagzeug sich finden, dann marschiert das Zeug dermaßen nach vorn, dass man sich wundert, dass wir nicht reich geworden sind damit. Naja, stimmt, es war ja vorgesehen… wir hatten ja bereits Radioproduktionen, einen Fördervertrag, ausverkaufte Konzerte… und dann kam der Krieg… selbst nach der Wende haben wir die Säle gefüllt, nur leider waren wir zu selten unterwegs… Aber jetzt!
Und so ein alter Sternrecorder macht jünger!

Nun ist es erhältlich! In der Buchhandlung Ihres Vertrauens können Sie es kaufen – und wenn es nicht im Regal steht, können Sie es bestellen. Für die Onliner gibts das Buch ganz simpel z.B. bei amazon.de oder buch.de usw.

Warum dieses Buch?
Weil es das noch nicht gab: Die wichtigsten Regeln für kurze Magazin- oder Imagefilme knackig auf den Punkt gebracht, garniert mit zahlreichen Praxistipps – und alles auf wenigen Buchseiten. Hier wird Ihnen der investigative Zahn gezogen, wenn er an der falschen Stelle sitzt und Sie erfahren, wie aus einer Zeitungsmeldung ein spannender Magazinfilm werden kann.
Die Grundregeln für Erzählstrukturen lassen sich recht schnell theoretisch lernen, doch die Übersetzung in die Praxis wird selbst in renommierten Redaktionen oft vergeigt. Hier setzt das Buch an und möchte Wegbegleiter und Berater in den ersten Berufsjahren für TV-Autoren und Realisatoren sein.
Auch manch ein aktiver Imagefilmer bekommt hier wichtige Tipps für die tägliche Gestaltungsarbeit am Corporate Film. Vielleicht sind ja schon bald viel mehr Imagevideos nicht mehr so langweilig.

„Das stärkste Bild zuerst“ ist erschienen im Adebor Verlag.

Also, wenn ich Angela Merkel wäre, dann würde ich am kommenden Freitag (21.12.2012, Mensch!) den Kachelmann und die komplette Chemtrailstaffel in Richtung Stratosphäre schicken und mal so richtig den Himmel verdunkeln. Für drei Tage. Wenn es weiße Kunstwolken gibt, dann wird es wohl auch schwarze Kunstwolken geben!
Also Himmel abdunkeln, oder Sonne ausschalten. Das müssen die doch längst können, wenn die tatsächlich auf dem Mond gewesen sein wollen!
Dann müßte Schäuble in der Aktuellen Kamera auftreten und sagen, daß das daran liegt, daß die Griechen jetzt auch das Tageslicht unter sich verscherbelt haben. Scheiß Bankenrettung! Mit Geld macht man keine Lampe an.
Aber jetzt ist nicht mal mehr Geld da.
Dann kommt Rösler und schlägt vor, Griechenland soll sofort das Licht zurückgeben und den lieben Gott dazu!
Klaus Kleber wird etwas schräg lächeln und ein voll investigatives Interview mit dem Kachelmann führen, mit so Fragen wie: „Warum sehen Sie keine Chance für ein baldiges… (irgendwas, ähm, weiß noch nicht, naja, setz irgendwas ein, wie sonst auch, Katja!)“. Sorry, die Frage war noch nicht fertig, blöd. Ok. Das streich’ ich.

In dem Moment kommt Frau Merkel aus der Kulisse und sagt, daß sie zu Herrn Kachelmann vollstes Vertrauen hat.
Dann ist der Strom ganz weg.

Drei Tage ängstigen sich die deutschen Journalisten und senden zur Belustigung ausnahmsweise Sachen wie DSDS oder Wetten daß…, während das Volk auf den Straßen ausschweifend Christi Geburt mit Karneval entgegenfeiert, als gäbe es kein Morgen! (Die Quoten für DSDS und Wetten daß… sind natürlich grandios)
Dann geht der Strom wieder an, aber niemand merkt es.
Erst wenn am Horizont 3 LED’s blinken und Jungfrau Angela leise singend mit Markus Lanz als Jesus Christus im heute-Journal erscheint und beide verkünden, daß wir alle gerettet sind, wenn wir sämtliche Zigaretten wegwerfen und kein CO2 mehr pupsen, kehrt Ruhe ein!

Merkel wird ab sofort „Deutschland in den Grenzen von 1985“ fordern und Sonja Zietlow holt uns alle hier raus. Oder so.
Das wäre aber auch keine Rettung.
Moment. Ich denk noch mal nach.

Das Schöne am Neuanfang ist, daß man ihn gar nicht spürt. Zuerst zumindest. Aber was geht einem durch den Kopf, wenn man sein Denken ändert, ohne es zu spüren?
Dilededò. Das träumte mir heute morgen und sollte was französisches sein, irgendwie. Dabei war der gestrige Wein ein Chilene und der Schnaps ein…, äh, wo kommen Mirabellen her?

Ich blätterte also in einer Zeitschrift, die sehr schick daherkam und im esoterischen Bade fischt. All dieser „erkenne-dich-selbst“- und „du-mußt-zuerst-dich-lieben“-Kram, mit dem wir alle Millionäre und reich zugleich werden können. Wenn wir nur wollten!
Während ein Artikel in dieser Zeitschrift darüber referierte, wie man mit geistiger Kraft zu höchster Entspannung finde, klebte auf derselben Seite eine Anzeige für Entspannungspillen. Das war fast lustig.
Ebenso wie der Einstieg in diese Zeitschrift: Zuerst ein paar grafisch hochwertig schillernde Weisheiten, wie man der bösen Konsumwelt entflieht und dann erstmal ein paar Seiten darüber, was man sich zuerst alles kaufen sollte, bevor man die Reise beginnt.

Ja, das sind Geschäftsideen, die funktionieren!
Die Geschichte vom Kleinen Prinzen ist auch so eine.
Schreib ein kleines Buch mit infantilen Ratschlägen für Normaldebile! Sowas!
Fast noch besser ist Der Alchimist!

Neuanfang ist wie schwanger werden.
Man spürt es erst, wenn man schon mittendrin ist.

Sie nennen es „politisches Kabarett“.
Dieter Hildebrandt ist wieder ein Jahr älter geworden und erhält auch in diesem Jahr Glückwünsche von allen Seiten, auch von den guten.
Und ich frage mich, seit ich im Radio eine Geburtstagslobhudelei erduldet habe, warum es Kabarett heißt, wenn jemand ohne zu Spaßen sagt, was ihm stinkt.

Aus irgendeinem Grunde konnte ich über den Scheibenwischer der Nation noch nie lachen. Ich kann mich auch noch lebhaft erinnern, wie ich im Ostwohnzimmer das Westfernsehen einschaltete und sehnsüchtig darauf wartete, daß die Münchner Lach- und Schießgesellschaft endlich mal einen Witz macht. Klar, das Fernsehpublikum hat gelacht, aber das wirkte so unwirklich. Mir war schnell klar: das BRD-Fernsehen hat den eingespielten Lacher erfunden. Damals noch mit echten Menschen, die noch viel früher sogar einen  Namen hatten: Claqueure. Beim Schreiben fällt mir auf, daß das dann doch die Franzosen waren, die das Klatsch- und Lachvolk erfanden. Überhaupt müssen die Franzosen mal sehr gewitzte Leute gewesen sein. Sie haben die Montgolfiere erfunden und Flaubert oder Hugo geboren. Der Graf von Monte Christo durfte spannende Aussagen sagen („Kunst entsteht nicht einfach so, weil man gerade nichts besseres zu tun hat“), natürlich auf französisch. Mein Lieblingsdialog, den es im Buch gar nicht gibt, dafür aber so ähnlich in einer älteren Verfilmung:

Adliger, leicht entrüstet : „Was für Zeiten, daß ein Bürgerlicher Fürst werden kann?!“
Adliger, entrüstet amüsiert: „Nun, wenn das Geld König ist.“

Was soll ich sagen?

Politisches Kabarett in der BRD? Das ist nicht lustig. Und es gibt auch nur eine einstellige Zahl an Protagonisten, die dem grausamen Tagesgeschäft mit klugem Witz begegnen. Volker Pispers oder der mit der Holzhand.

Aber Dieter Hildebrandt? Klar, er galt als Vorzeigekabarettist des revanchistischen Deutschlands und das Staatsfernsehen leistete sich donnerstags mal etwas Faust auf den Tisch. Doch geschmerzt hat es nicht. In der humorlosen Republik gilt es eben schon als verrückt, nur die Wahrheit so zu sagen, wie sie aussieht. Dabei habe ich mich schon immer gefragt, warum politisches Kabarett in der geschlossenen Gesellschaft jedesmal ein Lachsalvenorchester schuf, während man in der amerikanisch besetzten Zone nur gelegentlich schmunzeln durfte. Und jetzt komme mir niemand mit unterschiedlicher Sozialisation und so. Über „Bananas“ hat der Ostfernseher genauso gelacht, wie der von drüben.
Komisch ist aber tatsächlich, daß es inzwischen wieder so ist wie im Osten: Eine absurde Politik verbunden mit ebenso absurder Berichterstattung (die Pläne übererfüllt, alle Werktätigen glücklich, die Führung kämpft erfolgreich für den Frieden). Das können Kabarettisten eben nicht verhindern. Das ist ihre Nahrung. Und leider sind sie am Ende auch nur Selbstdarsteller mit Hofnarrenfunktion. Aber solange sie uns Denkenden ein paar fröhliche Momente schaffen, wünsche ich ihnen weiterhin viel Gesundheit und gute Ideen. Auch Dieter Hildebrandt.
So.

Heute ist „Kunst offen“ und ich erwarte Gott an meiner Seite, daß er sehe, welch schönes Werk er an mir getan hat.

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