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Für immer. Erstmal.

Ja, so klingt es. Schreibt sich vielleicht anders. Ismir egal.
Es ist eine Entscheidung gefallen. Sie lautet: Tschüß.
Damals, 1999, gehörte ich zu den ersten, die ihre Gedanken ins Internet hinausposaunten. Damals noch ohne wordpress und so. Damals fragte man mich, warum ich im Internet solche Sachen schreiben würde. Also wirklich ernsthaft. Ernsthaft wurde ich das gefragt. Ich sagte, ich habe ein paar Freunde, die sich über dieses Mittel informieren. Ich wurde angeschaut wie ein seltsames Tier. (Danke Bernd Begemann für dieses Bild).

Ich habe der Welt erklärt, wie sie zu sein hat. Nach meinem Abbild. Sie hat sich dafür nicht interessiert. Sie ist eine hässliche geblieben. Es hat mich viel Zeit und Lust und Leid gekostet, ihr die Welt zu erklären. Sie will es nicht wissen.

So verbleibe ich nun mit den besten Wünschen.
Wem weiterhin nach meinen Gedanken gelüstet, der halte Augen und Ohren offen. Ich finde ein anderes Medium.

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„mit dir kann man so schön reden.“
sie sagte es und lächelte.
er lächelte auch.
diesesmal noch.
es würde das letzte mal sein.
„ist man mit 38 schon so weit, daß man am sonntagnachmittag mit einer attraktiven jungen frau tee trinkt und karten spielt?“ – ging ihm durch den kopf und über sein gesicht huschte ein schatten.

„was ist?“ – sie schien besorgt. hatte sie ihm etwas angesehen?
„ist das die neue deutsche freundschaft? man trifft sich mit den leuten, die einem gut tun, während man mit denen vögelt, die einem schlecht tun?“ – er war wirklich besorgt um diese zarte und schöne person. eine frau, die zwar nie in seinen träumen aufgetaucht war, ihn aber zunehmend begeisterte.

schon darin unterschieden sich mann und frau, dachte er; männer sind flexibel.
„ist das nicht so,“ hob er an, „daß frauen sich ihren traumtypen ausmalen und dann solange suchen, bis sie den einen gefunden haben?“
„also ich bin nicht so.“
„aber die meisten, sind die nicht so? es gibt doch DAS traumbild, wie sich die deutsche durchschnittsmuschi ihren mann vorstellt: groß, dunkle haare, blaue augen, kantiges gesicht.“
„jetzt, wo du es sagst.“ – sie schien nachdenklich, „nein. das ist quatsch“, stellte sie schließlich fest.

er stellte sich vor, wie sie in wenigen minuten zurück geht zu ihrem freund.
ja, sie nannte ihn ihren freund.
ihr freund war jemand, der so mit ihr umging, daß sie sich regelmäßig darüber aussprechen mußte.

„danke fürs zuhören“, sie stand auf und ging.

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