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Film

2016 WinnerGlobes WMF - Silver - Web
Ein kurzer Film über die Edelkrebszucht in Mecklenburg-Vorpommern räumte einen der begehrten WorldMediaFestival-Preise am 12. Mai in Hamburg ab. Der Film gehört zu einer Staffel Imagevideos, die Falk Schettler im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern produziert hat. Mit den Filmen präsentiert sich das Land weltweit als attraktiver Aquakultur-Standort.
„Ein großes Dankeschön gilt dem Auftraggeber“, so der Filmemacher in seiner Dankesrede auf der Bühne im Delphi-Showpalast. „Für diese Produktion stand ein Budget zur Verfügung, dass es mir ermöglicht hat, auf hohem Niveau zu produzieren.“
Mit dem Filmpreis wird nicht nur eine herausragende handwerkliche Arbeit geehrt, sondern auch der Mut des Auftraggebers. Falk Schettler: „Für die Produktion eines erfolgreichen Corporate Videos ist es notwendig, dass der Auftraggeber sich in die Hand des Filmemachers begibt und diesem voll vertraut. Das war hier der Fall.“

Einmal jährlich werden auf dem WorldMediaFestival die weltweit besten Marketingfilme gekürt. In diesem Jahr hatte die Jury 750 Beiträge aus 43 Ländern zu bewerten. Weitere Preisträger waren unter anderem IKEA, die Porsche AG, Messe Frankfurt und Air New Zealand.
Das Festival gehört zu den weltweit wichtigsten Veranstaltungen der Branche.

Hier ist der preisgekrönte Film zu sehen: „Schutz durch Nutzung“

Ich freue mich über jede inhaltliche Hilfe zu meinen aktuellen Film-Projekten.

Das erste Projekt ist noch komplett in der Recherche.
Arbeitsthese: In der DDR gab es keinen Sozialismus, zumindest, wenn man Karl Marx‘ Kapitalismusdefinition folgt. Wer auch nur die ersten hundert Seiten von „Das Kapial“ gelesen und verstanden hat, der weiß, daß bereits die Grundlagen der Warenwerttheorie im Widerspruch zum real existierenden Sozialismus auf deutschem Boden stehen. Viel krasser aber ist: Demnach hätten wir allerdings HEUTE Sozialismus.
Hier fehlen mir noch Zeitzeugen, die im DDR-„Amt für Arbeit“ beschäftigt waren. Bitte melden: 0172-3128912 oder via Mail blog@falkschettler.de.
Tausend Dank aus dem Märchenwald 🙂

Das zweite wird ein Kurzfilm mit dem schönen Namen „Das kleine Licht“ und soll ein mystisch-schauriger Trip in die Welt der Geheimdienste werde. Der Film untersucht diese These: Wer in der DDR ein aufrichtiger Systemgegner war, der müsste es heute wieder sein, denn es sind ähnliche Dinge, die heute schief laufen.
Hauptfigur ist ein Ex-Stasi-Mann, damals jung und engagiert, heute nostalgisch und verbittert. Sein Gegenspieler ist ein BND-Agent, der väterlich vertraulich wirkt. Er fühlt sich als Sieger der Geschichte, doch der Ex-Stasi sorgt für eine grausige Überraschung.

Die Wintertage werden wieder länger und der Klimawandel schüttelt sein Gesicht. Jetzt wo doch alles wieder wärmer werden muss, da fragt sich der deutsche Vizekanzler schon mal, wieso die Energiewende teurer wird, wenn sie kein teures Import-CO2 mehr pupst, während Väterchen Frost den Atem eisigen Windes gefrieren lässt, bis kein Osterei mehr wackelt.

2013 wird nicht nur das Jahrhundertjahr des erigierten Winters, es wird auch das Jahr, in dem man den freien Medien die Hosen auszieht und guckt, wie lang ER denn wirklich ist. Und vor allem was ER wirklich ist? Ist es vielleicht nur ein langer Arm?

Wieviel Schuld tragen wir alle? Diesseits und jenseits der Mauer? Diesseits und jenseits der Front?
Das hat man sich offenbar im Oberstübchen am Mainzer Fernsehberg gefragt und seine Boten in alle Himmelsrichtungen geschickt: Derjenige Ritter, der einen sowohl-als-auch-schwangeren Geschichts-Stoff bringt, der bekommt die Königstochter zur Frau! Eilt Euch!

Ein kleiner Sieg war bereits der erste Angriff: „Unsere Mütter, unsere Väter“ zeigten uns im ZDF, dass es auch nette Nazis gab.
Das haben wir natürlich gar nicht gewußt!
Wirklich nicht gewußt habe ich, daß meine Mütter und meine Väter im Krieg waren.
Waren sie auch nicht. In noch mehr Zwiespalten treibt es da wohl unsere Töchter und unsere Söhne, deren Mütter und Väter höchstens beim Bundesgrenzschutz auf DDR-Grenzer gezielt haben, aber niemals nach Stalingrad marschiert sind.

Der Titel dieser Produktion richtet sich also an meine Mütter und meine Väter. Und die Meinungsmacher hoffen offenbar, daß meine Mütter und meine Väter bereits so blind sind, dass sie den zur Moralkeule erhobenen Zeigefinger nicht mehr in der Magenkuhle spüren.

Jetzt konnte man hoffen, dass damit das Fach Staatsbürgerkunde für dieses Jahr erledigt sein würde.
Na gut, dass der Jauch mangels echter Themen das ZDF-Kriegsdrama mit dem schlechtesten Kriegsfilm-Ende seit „Das Leben ist schön“ nun auch noch in die ARD holte, war fast absehbar.

Doch das ZDF hatte seine „Früher war alles nur halb besser“ – Woche noch nicht beendet.
Inspektor Barnaby, der im ZDF sonst immer alte Frauen in englischen Dörfern oft bei sehr englischen Volksvergnügen der Lüge, des Mordes und des Verzehrens von Ungenießbarem überführt… tat es am vergangenen Sonntag auch.

Nur dieses Mal bestanden seine Täter aus ehemaligen MI6-Agenten, die in den 80ern als Berliner Fluchthelfer im Nebenberuf arbeiteten. Einem davon ging es so schlecht, dass er in seiner Freizeit noch einem Job nachgehen musste: als Verräter bei der Stasi. Ergebnis: Flucht kaputt, Knast usw…
Das wäre alles gar nicht so schlimm gewesen, gäbe es da nicht eine Akte, die den Verräter verrät…
Das war am Sonntag.
Und bereits im ZDF-Montagskrimi ging es um ehemalige Stasi- und BND-Agenten, einer davon ein An-die-Stasi-Verräter. Es ging um eine durch den Verräter vereitelte Flucht. Hier nicht Knast, sondern Tod und Kinderheim.
Das wäre alles gar nicht so schlimm gewesen, gäbe es da nicht eine Akte, die den Verräter verrät…

Es ist ein verrücktes Jahr.
„2013 wird grandios!“ – so kann man mich gerne zitieren.
Die Vergängnisse in diesem Geschehen lassen keine Schlüsse zu und die Medienausstrahlung klingt nach herabfallenden toten Fischen.
Wer hier noch wahrhaftig ist, dem glaubt niemand!
Mir tut nur Anna Loos leid, die sich beim Chefdemokraten, dem versammelten nächtlichen Pro7-Publikum, verquatscht, als sie sich beschwert, dass die Band „Silly“ demokratisch, leider sei.
Zur Strafe klingt der neue Titel der Band nach „Rosenstolz“.

So. Väterchen Frost. Für heute ist’s genug mit Sonne aber mit dem Schnee habe ich mich angefreundet.
Jetzt ahne ich, wie es sein wird, auf meiner Flucht durch Skandinavien…

Da war er wieder, der deutsche Holzhackerfilm. Das war Model-Besetzung mit Logikabschaltung, dazu Filmbilder, ausgeleuchtet wie beim Zahnarzt. Til Schweiger selbst gefiel mir besser als in vielen anderen Filmen. Ich find es schade, daß er, der in den vergangenen 20 Jahren wirklich Meilensteine des deutschen Kinos mitgestaltet hat, jetzt in dieser sterbenden, schon immer spießig stinkenden Krimi-Soap auftauchen muß. Macht er sich Sorgen um seine Rente?
Immerhin, ich hoffe noch, daß er irgendeine Wette verloren hat und statt sich eine Glatze zu schneiden oder ähnlichem Unfug, mußte er versprechen, einmal in einem Tatort mitzuspielen und – die Hürde: – danach wieder besetzt zu werden. Irgendwie sowas 😉

Da ist er wieder: der unvermeidliche Gérard Depardieu. Schauspielerische Meisterleistungen sind ihm lange schon egal; wer den Charakterkopf bereits als Kommissar, Aussteiger, Graf von Monte Christo usw. gesehen hat, der glaubt ihm wohl keine Rolle mehr. Mir jedenfalls geht es inzwischen so.

Ich holte mir die Leih-DVD, um etwas Einblick in das Leben des Honoré de Balzac zu erhalten. Bekommen habe ich einen Dialogfilm; fast geht die Tonspur sogar als Hörspiel durch. Die Bilder jedenfalls sind billiger Kulissenmist fürs teure öffentlich-rechtliche Fernsehen. Es ist kein Film im Sinne eines Filmes: filmische Handlung gibts quasi keine.
Einziger Erkenntnisgewinn: die deutschen TV-Spackos haben keine Ahnung!
Warum ausgerechnet das bei diesem Film auffällt?

Weil ausgerechnet die Franzosen es geschafft haben, die deutsche Katja Riemann als die schöne Frau und grandiose Schauspielerin zu präsentieren, die sie tatsächlich ist. Sie spielt den Depardieu sogar klatschend an die Wand, vermutlich war er am Set wirklich derart überwältigt von dieser Frau, daß er gar nicht das spielen konnte, was er eigentlich sollte.

Ich habe also Katja Riemann entdeckt. Ein Juwel.
(Bißchen spät vielleicht).

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