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doof

Ja, so klingt es. Schreibt sich vielleicht anders. Ismir egal.
Es ist eine Entscheidung gefallen. Sie lautet: Tschüß.
Damals, 1999, gehörte ich zu den ersten, die ihre Gedanken ins Internet hinausposaunten. Damals noch ohne wordpress und so. Damals fragte man mich, warum ich im Internet solche Sachen schreiben würde. Also wirklich ernsthaft. Ernsthaft wurde ich das gefragt. Ich sagte, ich habe ein paar Freunde, die sich über dieses Mittel informieren. Ich wurde angeschaut wie ein seltsames Tier.

Ich habe der Welt erklärt, wie sie zu sein hat. Nach meinem Abbild. Sie hat sich dafür nicht interessiert. Sie ist eine hässliche geblieben. Es hat mich viel Zeit und Lust und Leid gekostet, ihr die Welt zu erklären. Sie will es nicht wissen.

So verbleibe ich nun mit den besten Wünschen.
Wem weiterhin nach meinen Gedanken gelüstet, der halte Augen und Ohren offen. Ich finde ein anderes Medium.

Ts! Da arbeitet man sich durch die Support-Chats und wird immer mit irgendwelchen Ergebnissen abgespeist, die natürlich nicht befriedigen. Da bekommt man schnell das Gefühl, die Support-Show sieht zwar gut aus, man ist schnell und modern unterwegs, doch die wirklich helfenden Antworten bekommt man nicht. Die Standardantwort Nummer 1: „Legen Sie einen neuen Benutzer an…“. Das macht nicht fröhlich!

Jedenfalls habe ich einen nagelneuen Rechner mit Windows 7 Prof, dazu i7-4790, 32GB RAM, NVIDIA Quadro K4000… dazu Creative Cloud, BMD Decklink 4K Extreme und Behringer U-Phoria UMC22.
Anfang Juli 2015 installiert, BMD Treiber-Version 10.4.1 – läuft. Es gab Probleme mit der Audio-Spur, die Decklink hat im analogen Audio-Ausgang gerne mal übersteuert oder gezerrt. Aber im Groben und mit Abstrichen konnte ich arbeiten; musste ich auch, weil ich Termine hatte.
Im August erschien der Blackmagic-Treiber 10.5. Vom Adobe-Support kommt die Frage: Spielt Ihr Rechner mit den aktuellen Treibern… ich installiere also den neuen Treiber: Krachbums. Nichts geht mehr. Adobe stolpert über asio4all, Blackmagicdesign ist nicht mehr anwählbar, ohne dass Premiere Pro in die Knie geht.

Hilfe von Adobe, Blackmagicdesign, BPM-Media (dort habe ich die Videokarte gekauft): 0 (keine, nichts). Nur sowas wie: „Legen Sie einen neuen Benutzer an…“ Und von Blackmagic kam der Hinweis, dass Premiere Pro nach der BMD-Treiberinstallation neu zu installieren sei, dann sollte es funktionieren…
Mein PC-Spezi hat dann per Hand den Rechner von allen Blackmagic-Treibern und -Einstellungen gereinigt, die Karte deaktiviert und ich habe erstmal ohne die Karte, also ohne eine ordentliche Videovorschau weitergearbeitet.

Jetzt, nachdem die Termine erfolgreich abgearbeitet sind, konnten wir uns in Ruhe an die Fehlersuche und die Lösung des Problems machen…

Wir haben also zuerst den Tipp vom BMD-Support befolgt und die komplette Adobe-Software per Hand rausgeschmissen; dann den Treiber 10.5 installiert. Adobe Creative Cloud neu installiert, Adobe Premiere neu installiert -> Adobe stürzt ab, sobald in den Voreinstellungen asio4all angewählt wird, um die BMD-Karte auszuwählen.
Also: asio4all deinstalliert -> Die BMD-Karte ist zwar in den Audio-Voreinstellungen auswählbar, nicht aber als Video-Playback.

Treiber deinstalliert. Den BMD-Treiber 10.4.1. neu installiert. Derselbe Fehler. Und runter damit.

Die Lösung am Ende: Treiber 10.4 installiert, Treiber 10.5 drübergesemmelt und -> läuft.

Fazit: Sowohl Adobe als auch Blackmagicdesign wissen nicht genau, was sie da tun, außer dass es sich hier um das beliebte Modell „Testing by Kunde“ handelt. Das nervt. Ich werde jedenfalls vorerst keinen neuen BMD-Treiber installieren. Und ich werde vermutlich auch nie wieder eine BMD-Karte erwerben.
Warum? Die Karte verfügt über einen analogen Audioeingang, der zwar ausgewählt werden kann, in Windows aber nicht zur Verfügung steht. Nach Reklamation beim Händler BPM-Media erhielt ich zur Antwort: „Das ist normal so, das ist nämlich keine Audio-Karte“. Nun frage ich mich seitdem, wieso BMD einen Audioeingang an die Karte baut und es auch ermöglicht, diesen Audioeingang in der hauseigenen Software anwählbar zu machen, wenn der gar nicht funktionieren soll. Und es ist ja auch so, dass ich die Decklink 4K Extreme als Audiokarte für den Ausgang nutze. Das funktioniert tadellos.
Nun… ich habe jetzt deshalb den BMD-Support angemailt und bin sehr gespannt auf die Antwort.

Update: Support sagt, die BMD-Karte sei keine Audiokarte. Aha. Na gut. Ich verstehs nicht, will auch nicht… reicht. Das nächste Mal wird alles anders 🙂

Ein Nachruf.
Gestern ist er gestorben. Der BRD-TV-Klassiker „Wetten, dass“. Ich weiß es, denn ich war dabei. Ich habe es gesehen, wie Heiner Lauterbach schlecht gelaunt war, wie Anna Loos vergessen wurde, wie Oliver Pocher gemobbt wurde, wie Cindy aus Marzahn das Lachen verging und wie Cindy und Anna bei jeder Gelegenheit der Ossi-Stempel aufgeklebt wurde: „Habt Ihr das auch gesehen? Im Osten?“.

Er kann es, ich wußte es: Markus Lanz, der Sterbehelfer.
Er hat die alte Dame des ZDF erwürgt. Mit Langeweile, Humorentzug und Sinninsuffizienz.

Immerhin wissen wir nun, dass Cindy aus Marzahn den Oliver Pocher irgendwie nicht leiden kann. Ihre Abneigung fand offenbar hunderte Fans im Wiener Saal-Publikum.
Wir wissen jetzt, nachdem der Roger Cicero – Hype endlich vorbei ist, dass die „Oberen Zehn“ dieses Planeten sich wieder einen überflüssigen Swing-Knecht als Popstar halten, dieses Mal allerdings einen Kanadier, dessen Namen ich mir nicht merken wollte.

Wir wissen nun, dass Markus Lanz es nicht spürt, wenn es peinlich wird. Sogar, dass er seinen Stolz über seine eigene Rolle nicht verhehlen kann und dabei immer wieder über beliebte Fallstricke stolpert, wie das Abfeiern von Insidergags oder das dramaturgisch sinnfreie Erwähnen der Proben.

Wir haben gesehen, dass ihm dieses Showformat zu groß ist.
Ich hasse lange Abschiede.

Tschüss, „Wetten, dass“!

Ich wollte auf meiner privaten Homepage Musik einbauen – meine Musik. Da ich GEMA-Mitglied war, war meine Musik also GEMA-pflichtig.
Das Präsentieren von GEMA-Repertoire auf der eigenen Homepage ist kostenpflichtig.
Ich sollte also zum jährlichen Jahresbeitrag auch noch eine jährliche Gebühr für die Nutzung MEINER Musik zahlen.

Im selben Jahr erhielt ich eine GEMA-Abrechnung. Einer meiner Titel war 1000 Mal gepreßt worden. War n Sampler. Hat mir ca. 30 Euro gebracht. War super.
Die Frage war nun: was würde mir wohl der Einsatz meiner Musik auf meiner Homepage bringen?

Austritt.

(Natürlich werde ich wieder eintreten, falls sich irgendein Verlag findet, der meine Musik zu Top-Hits macht – denn dann schepperts richtig im Karton. Dafür zahlen die Friseure, Puffs, Gaststätten, Clubs und Radios und Fernseher ja auch ordentlich. Damit ich mit EINEM Hit meine GESAMTE Rente verdienen kann. Das ist ja auch gerecht. Jawoll!)

Schon lange bin ich Empfänger von „One-Word-A-Day“, einem kostenlosen Service fürs English-Frischhalten.
Eine gute Idee, fand ich seinerzeit.
Aber die Macher hatten noch eine gute Idee.
Nämlich einen Hammertrick, wie man aus arglosen, aber wachsamen Usern in kurzer Zeit trottelige Abofallenopfer macht.

Weils so großartig ist, habe ich die Idee aufgeschrieben, damit auch Sie schon bald reich werden können mit dieser simplen und genialen Geschäftsidee.

Sie brauchen nichts weiter als eine sehr gut geschriebene PDF, die recht professionell daherkommt. Pro Monat allerdings.
Diese PDF drehen Sie dann den potentiellen Interessenten an mit dem Versprechen, dreimal kostenlos zu liefern ohne Verbindlichkeiten, bis auf eine: wer nicht innerhalb der ersten zwei Monate kündigt oder widerruft, der kauft ein Jahresabo.

Und jetzt machen Sie folgendes: Sie liefern 2 kostenlose Exemplare überpünktlich (noch vor dem jeweiligen Termin) und das dritte – … gar nicht.

Was daran so genial ist?
Menschen wie ich, haben sich eine Notiz gemacht, auf der steht, wenn die PDF zum dritten Mal hereinschneit, dann bitte nachdenken und eventuell fix kündigen bevor der dritte Monat anbricht.
Aber wenn die PDF gar nicht erscheint, verpaßt man – mir nichts, dir nichts – den Kündigungstermin und schon hat man ein Jahresabo.
Hammer oder?

Viel Spaß damit!
Und allen, die darüber nachdenken, ob Sie sich von der „Cologne Publishing Group“ mit kostenlosen Testausgaben beliefern lassen, rate ich: verlassen Sie sich nicht auf diese Firma sondern nur auf Ihre eigene Zeitrechnung.

Ist es eine Frage der Intelligenz? Oder vielmehr eine Frage des Horizontes?
Wie entsteht Arroganz und weshalb kann eine ganze Stadt davon befallen werden?
Und vor allem: wie ansteckend ist Arroganz?

Oder ist sie eher wie ein Nebel, der sich langsam um die Beine legt und irgendwann durch die Ohren ins Gehirn dringt?
Und warum sind es ausgerechnet ganz bestimmte Volksangehörige, die sich nach dem Ertappen tausendmal entschuldigen und demütig auf dem Boden kriechen, aber sobald man ihnen den Rücken zukehrt, machen sie dieselbe Scheiße wieder?
Teilen sie ein bestimmtes Gen?

Wo beginnt Dummheit und ab wann ist es diskriminierend, darüber zu sprechen?
Warum soll Diskriminierung eigentlich schlimm sein?
Sind es nicht die Unterschiede, die „uns“ ausmachen und den einen besser und den anderen schlechter dastehen lassen?
Entsteht Arroganz, wenn jemand schlecht dasteht, aber zu blöd ist, das zu erkennen?
Also: wenn jemand schlecht dasteht, von sich aber glaubt, er stünde gut da und in diesem Irrglauben auch noch von seinem heuchelnden Umfeld bestärkt wird?

Kann jemand, der ein Spiegelei nicht ohne schwarzen Rand braten kann, überhaupt ein Feinschmeckerkoch sein?
Wer steht denn überhaupt schlecht da?
Ist es klug, Frank Zappa für einen genialen Musikus zu halten?
Ist es dumm, Frank Zappa für einen tausendfach überbewerteten Pre-Punk zu halten?
War „The Police“ nicht hundertmal innovativer und spannender?
Ist kommerzielle Popmusik nicht schon immer ein großer Beschiß gewesen?
Und ist es eigentlich ziemlich dumm, Frank Zappa für unkommerziell zu halten?
Und ist es nicht verdammt dumm, mit dem Wissen von heute die Zappas und Warhols noch kultisch zu verehren?
Oder ist es eher so richtig dumm, die Ohren, Augen und den Geist zu verschließen, wenn man erkennt, daß  ZDF und ARD die Erfüllungsgehilfen von Ariola und Krupp waren?

IHR SEID DENEN AUF DEN LEIM GEGANGEN!

Lustig an der Sache ist tatsächlich: es steht alles schon geschrieben. Und kaum einer will es bemerken.
Schuld sind für euch immer nur BILD und DDR.

Das aber ist das Tragische an Friedrich Nietzsche und Karl Marx. Sie schrieben sich die Finger wund und der Mensch von heute säuft schwarze Schimmelpilzbrause, frißt BASF-Pizza, glotzt DSDS und glaubt an die Fußball-Bundesliga.
Wer soll da noch Achtung vor dem Leben haben!
Menschenwürde? Sowas gibts nicht, wenn der neue Mediamarkt aufmacht.
Und erst recht nicht an der Ampelkreuzung am Platz der Jugend in Schwerin.

WIR SIND DAS VOLK! – Ja bitte! Und dann wundert sich das Volk, wenn es wie Volk behandelt wird?
Die Aristokraten haben recht.
Und Wolf von Niebelschütz auch: „Wer das Unterste erhöht, erniedrigt das Ganze.“

da stehen ein paar projekte an und der kopf verweigert sich.
die nase funktioniert. das merke ich am heuschnupfen.
der hals geht auch. heiser.

tiefe ränder unter den augen; falten, die es eigentlich gar nicht gibt.
und ich denke stundenlang rum ohne verwertbare idee.
was ist das?

sollte ich vielleicht meinen winterbau verlassen und den ankommenden frühling draußen auf dem dorf begrüßen?
oder macht es sinn, den rechner in die ecke zu hauen und wieder auf handschrift umzustellen?

manchmal hat es tatsächlich den anschein, als ob der bildschirm sämtliches leuchten absaugt.
kaum blitzt es im hirn, hat der bildschirm die energie auch schon gefressen.

das ist es wohl.
also: rechner aus.

NIEMALS!
NIEMALS MEHR VERTRAUE ICH AUF DAS WORT EINES VERKÄUFERS.
kurz: hier im büro steht eine HP Z400 – eigentlich ein ziemlich fettes gerät. für musik- oder videoproduktion ausreichend.
doch die maschine will nicht. sie will XDCAM-material nicht fehlerfrei verarbeiten.
sie will viel lieber zusammenbrechen.
und manchmal will sie nicht mal ne dvd brennen.
sie hat sich sogar geweigert, ein diagnoseprogramm fehlerfrei abzuschließen.

der verkäufer damals: „also der HP-vor-ort-service… ist nicht zu verachten…“

laßt euch nichts erzählen!
der vor-ort-service besteht aus ellenlangen telefonaten mit einer kostenpflichtigen hotline, daraufhin gibts diagnoseprogramme, für deren bedienung man informatik studiert haben sollte. dann gibts fragebögen, mit deren beantwortung ein normaler computernutzer einen halben tag beschäftigt ist, auch, weil er erstmal die fachbegriffe recherchieren muß.

heute die krönung:
der rechner fuhr heute morgen nicht hoch. stattdessen blieb er mit einem lustigen fehlerbild stehen.

ich ruf den support an.
ich schicke dem das foto per mail.

sagt der: ja vielen dank. wir melden uns dann…
den satz konnte er nicht zuende sprechen, weil ich ihm zurufen mußte, daß ich nicht bis morgen oder nächste woche warten kann. soll ich urlaub nehmen, weil HP nicht mal eine telefonische hilfe geben kann?
JA.
es ist offenbar so.
er schickte mich in die warteschleife.
dann legte ich auf.

ich zog den usb-stick ab und startete den rechner.
immerhin fuhr er dann hoch…

Es tut mir wirklich leid um dieses süße Mädchen. Ehrlich.
Kann denn niemand dazwischengehen? Die Eltern vielleicht?!

Da wird eine junge unerfahrene Sängerin gnadenlos vor großem Publikum verheizt und niemand kommt auf die Idee, daß das gesamte Prozedere verlogen, überflüssig und falsch ist.
Da wird zwar gestritten, sie könne nicht singen, sie bewege sich zu wenig, Raab sei arrogant oder die gestrige ARD-Show hätte miese Quoten und überhaupt sei der ganze Mist ziemlich langweilig.
Und das stimmt auch alles irgendwie.

Aber jetzt?
Lena ist nicht mehr unschuldig.
Sie läßt sich benutzen.

Für mich ist es unverständlich, daß einer mittelbegabten Sängerin stundenweise prominente Sendezeit gewidmet wird, um hier mittelmäßige Lieder zu trällern. Da freut man sich geradezu, daß Popsongs in aller Regel nicht viel mehr als dreieinhalb Minuten lang sind. Ohne Lichtshow, fliegende Kameras und Tänzerinnen ist das Zeug ja nicht im Ansatz länger zu ertragen!

Und am Ende gewinnt der einzige Song, der irgendwie etwas von einer Idee hat.
Ein Popsong, der von einem Produzenten auf Halde produziert und ins Regal gestellt wurde, weil bislang keine Plattenfirma Verwendung dafür hatte. Lena muß nun das Ding singen. Und wird damit beim Wettbewerb grandios scheitern.
Denn „Taken by a Stranger“ ist kein Hit, sondern ein Albumfüller. So ca. der vorletzte Titel auf Seite 1. Mehr nicht.

Da steht eine wunderschöne junge Frau auf der Bühne und muß versuchen, wie eine Sängerin zu singen. Jedoch: weil sie genau das Gegenteil tat, hat sie im vergangenen Jahr den Großen Preis gewonnen.

Alle, die derzeit mit Lena ihr Geld verdienen, wissen, daß ein weiterer Sieg beim Grand Prix quasi aussichtslos ist. Deshalb nutzen sie die Zeit wirklich großartig und schicken das Mädchen raus, um Geld zu verdienen.
Und wenn der Grand Prix vorbei ist, dann vergehen noch ein paar Monate und man wird von Lena nur noch hin und wieder in den Klatschspalten lesen, wenn sie pleite ist, oder ihr Freund sie mit Nena betrügt oder so.

Ob ihr das schon mal jemand gesagt hat? Also: wie das Leben danach aussieht?
Denn mit dieser Nummer hat sie sich deutlich in Richtung Karriere-Ende bugsiert.
Nur ein Sieg kann ihr da noch helfen. Doch der ist so wahrscheinlich wie ein Affe am Nordpol.

Also, ich mag ja die Filme von Jean-Pierre Jeunet. Na gut, „Alien 4“ war ziemlicher Blödsinn, aber „Micmacs“ macht irgendwie eine neue Kategorie auf, so daß ich gerade nicht weiß, wie sehr ich den Film tatsächlich mag.

Jeunet erschafft eine wundervoll verspielte Parallelwelt – wie so oft – und läßt den Helden der Geschichte zu einem irgendwie peinlichen Rachefeldzug gegen die Rüstungsindustrie starten. Mit Hilfe seiner verrückten Freunde gelingt ihm das natürlich. Nur leider ist der Aspekt „Logik“ sowas von ausgeschaltet, daß es hin und wieder schmerzt. Oder anders gesagt: Jeunet hat es nicht geschafft, mir den Film als Märchen zu erzählen. Da kam immer irgendwie zu viel Realität durch.
Vielleicht ist Jeunet nun einfach über den Berg.
Es fühlt sich so an, als wenn ein Komiker nach einem Riesenlacher noch einen Gag draufzusetzen versucht, der dann aber krepiert.

So gesehen bin ich ziemlich enttäuscht.
Aber gelacht habe ich trotzdem.

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