Ja klar, Nietzsche!

„Dass jedermann lesen lernen darf, verdirbt auf die Dauer nicht allein das Schreiben, sondern auch das Denken.“

So tippte er es eines Nachts in seinen Blog „Also sprach Zarathustra“ – Ganz klar, heute würde ein Nietzsche gar nicht auffallen, zu sehr ist das verdorbene Denken heute das Denken der Mächtigen und Usus in vielen Medien. Das zeigt sich in den Internet-Kommentarspalten, im klapprigen Denkgebäude des Gender Mainstreamings oder beim Umgang mit dem Islam in Deutschland.

„Gott ist tot; an seinem Mitleiden mit den Menschen ist Gott gestorben. So seid mir gewarnt vor dem Mitleiden: daher kommt noch den Menschen eine schwere Wolke!“

Tja, und nun ist er da: Der religiöse Gegenspieler, den man nicht öffentlich kritisieren darf. Er steht nicht mehr vor der Tür. Er ist da und fordert Forderungen, gefeiert von SPD und Grünen und sogar der CDU. Ehrlich gesagt, hielt ich es nicht für möglich, dass der Christenmensch heute so blöd in die Falle geht, wo doch jemand wie Nietzsche alles längst notiert und veröffentlicht hat.
Nietzsche meint also: Das Mitleiden wird das Christentum töten.
Der Christ hält die andere Wange hin. Doch der Unkritisierbare ist nicht verzeihend; stattdessen ist er erobernd! Die andere Wange des Christen ist ihm nur ein Zeichen der Schwäche.

Nietzsche schreibt aber auch:
„Wer unter den Guten lebt, den lehrt Mitleid lügen, Mitleid macht dumpfe Luft allen freien Seelen. Die Dummheit der Guten ist unergründlich.“

Mensch, dieser … Friedrich!

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