Die Profis vom Support

Ts! Da arbeitet man sich durch die Support-Chats und wird immer mit irgendwelchen Ergebnissen abgespeist, die natürlich nicht befriedigen. Da bekommt man schnell das Gefühl, die Support-Show sieht zwar gut aus, man ist schnell und modern unterwegs, doch die wirklich helfenden Antworten bekommt man nicht. Die Standardantwort Nummer 1: „Legen Sie einen neuen Benutzer an…“. Das macht nicht fröhlich!

Jedenfalls habe ich einen nagelneuen Rechner mit Windows 7 Prof, dazu i7-4790, 32GB RAM, NVIDIA Quadro K4000… dazu Creative Cloud, BMD Decklink 4K Extreme und Behringer U-Phoria UMC22.
Anfang Juli 2015 installiert, BMD Treiber-Version 10.4.1 – läuft. Es gab Probleme mit der Audio-Spur, die Decklink hat im analogen Audio-Ausgang gerne mal übersteuert oder gezerrt. Aber im Groben und mit Abstrichen konnte ich arbeiten; musste ich auch, weil ich Termine hatte.
Im August erschien der Blackmagic-Treiber 10.5. Vom Adobe-Support kommt die Frage: Spielt Ihr Rechner mit den aktuellen Treibern… ich installiere also den neuen Treiber: Krachbums. Nichts geht mehr. Adobe stolpert über asio4all, Blackmagicdesign ist nicht mehr anwählbar, ohne dass Premiere Pro in die Knie geht.

Hilfe von Adobe, Blackmagicdesign, BPM-Media (dort habe ich die Videokarte gekauft): 0 (keine, nichts). Nur sowas wie: „Legen Sie einen neuen Benutzer an…“ Und von Blackmagic kam der Hinweis, dass Premiere Pro nach der BMD-Treiberinstallation neu zu installieren sei, dann sollte es funktionieren…
Mein PC-Spezi hat dann per Hand den Rechner von allen Blackmagic-Treibern und -Einstellungen gereinigt, die Karte deaktiviert und ich habe erstmal ohne die Karte, also ohne eine ordentliche Videovorschau weitergearbeitet.

Jetzt, nachdem die Termine erfolgreich abgearbeitet sind, konnten wir uns in Ruhe an die Fehlersuche und die Lösung des Problems machen…

Wir haben also zuerst den Tipp vom BMD-Support befolgt und die komplette Adobe-Software per Hand rausgeschmissen; dann den Treiber 10.5 installiert. Adobe Creative Cloud neu installiert, Adobe Premiere neu installiert -> Adobe stürzt ab, sobald in den Voreinstellungen asio4all angewählt wird, um die BMD-Karte auszuwählen.
Also: asio4all deinstalliert -> Die BMD-Karte ist zwar in den Audio-Voreinstellungen auswählbar, nicht aber als Video-Playback.

Treiber deinstalliert. Den BMD-Treiber 10.4.1. neu installiert. Derselbe Fehler. Und runter damit.

Die Lösung am Ende: Treiber 10.4 installiert, Treiber 10.5 drübergesemmelt und -> läuft.

Fazit: Sowohl Adobe als auch Blackmagicdesign wissen nicht genau, was sie da tun, außer dass es sich hier um das beliebte Modell „Testing by Kunde“ handelt. Das nervt. Ich werde jedenfalls vorerst keinen neuen BMD-Treiber installieren. Und ich werde vermutlich auch nie wieder eine BMD-Karte erwerben.
Warum? Die Karte verfügt über einen analogen Audioeingang, der zwar ausgewählt werden kann, in Windows aber nicht zur Verfügung steht. Nach Reklamation beim Händler BPM-Media erhielt ich zur Antwort: „Das ist normal so, das ist nämlich keine Audio-Karte“. Nun frage ich mich seitdem, wieso BMD einen Audioeingang an die Karte baut und es auch ermöglicht, diesen Audioeingang in der hauseigenen Software anwählbar zu machen, wenn der gar nicht funktionieren soll. Und es ist ja auch so, dass ich die Decklink 4K Extreme als Audiokarte für den Ausgang nutze. Das funktioniert tadellos.
Nun… ich habe jetzt deshalb den BMD-Support angemailt und bin sehr gespannt auf die Antwort.

Update: Support sagt, die BMD-Karte sei keine Audiokarte. Aha. Na gut. Ich verstehs nicht, will auch nicht… reicht. Das nächste Mal wird alles anders 🙂

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