Wo ist die Sonne?

Wir schrieben das Jahr 2014. Es begann der Herbst mit dem Eintrüben der Tage und ich sammelte mich auf meiner Bank vor dem Haus. Schaute über den Wald hinweg und fragte mich, ob es in diesem Jahr überhaupt mal einen klaren Tag über Neukloster gegeben hat. Ich fragte mich das – nicht, dass ich an Chemtrails glauben würde, – nein weil mir der Sommer bereits etwas trübe vorkam. Und der Sommer davor auch. Und man liest ja solche Sachen im Internet…
Ich hätte vielleicht gar nicht weiter darüber nachgedacht. Ich meine, ich hätte mich vermutlich gar nicht auf meiner Bank vor dem Haus gesammelt und über den Wald geschaut und dabei an die Häufigkeit von Sonnentagen gedacht, wäre da nicht ein Radiomann gewesen. Manchmal höre ich einen Sender. Ich lache dann oft und gern, weil die Leute, die das Programm gestalten, wirklich witzig sind in ihrer Borniertheit. Aber der Witz funktioniert meist nur kurz. An dem bewußten Tag als der Radiomann über das Wetter sprach, wurde ich stutzig. Er sagte nämlich, der Sommer 2014 sei ein besonders sonniger Sommer gewesen. Viel Sonne, mehr als üblich. – Nun bin ich ja sehr freundlich zu Radioleuten und ich lasse ihnen auch die eine oder andere Dummheit durchgehen. Aber vor dem Hintergrund, dass jeder ernstzunehmende und weitgehend objektiv reflektierende Mensch wahrnimmt, dass die Lebenswirklichkeit des Durchschnittslangweilers sich inzwischen deutlich von der medial dargestellten Realität unterscheidet, also vor diesem Hintergrund stockte mir kurz der Gedankenfluß. Denn dass es ein besonders sonniger Sommer gewesen sein soll – und das war nun aus dem Stand heraus feststellbar, – das war eine dicke Lüge.
Wenn man jetzt bedenkt, dass es Leute gibt, die glauben, die Regierung würde unseren Himmel mit Bariumsalz und so besprühen; und die Kondensstreifen seien gar keine und HAARP sei überall und überhaupt… Ich habe das alles nicht geglaubt. Ich glaube das bis heute nicht, wiewohl ich weiß, dass genau das möglich ist. Denn Regierungen imperialistischer Länder sind per se keine netten Leute, da sie die Interessen einer stinkreichen Minderheit vertreten und dem Volk nur soviel Luxus zubilligen, wie es braucht, um nicht auf den Marktplatz zu kotzen.

Die dicke Lüge des Radiomannes erst brachte mich zum Nachdenken.
Wenn es die Chemtrail-Himmel gar nicht gibt, wenn der verschleierte Himmel gar nicht existiert, warum muss dann der staats- und parteinahe Funk herausschreien, wie blau der Himmel sei. Obwohl er es doch gar nicht war. Und das jeder wissen konnte!?

Deshalb beginne ich nun mit meinen eigenen Wetteraufzeichnungen.
In diesem Jahr kann ich mich an vielleicht 3 echte wolkenlose Tage erinnern. Die Tage mit den früher so typischen Kumuluswolken kann man sicher an zwei Händen abzählen. Und wir haben bereits Mai.

Also, falls am Ende des Sommers die dpa wieder eine Regierungs-PR-Meldung des Deutschen Wetterdienstes an alle Medien zur gefälligen Verbreitung versendet und alle überhaupt gar nicht gleichgeschalteten Radiomacher wieder den Agentur-Text unkritisch vorlesen… kann ich mein selbstbeobachtetes Wetter mit der offiziellen Meinung vergleichen. ‚
Mal sehen, ob ich es durchhalte.

Heute: Bedeckt. Schmutzig grau.

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2 Kommentare
  1. burkhard zerling sagte:

    jo, sie sollten wenigstens aus dem Fenster sehen……
    war aber damals in Plate schon so, nicht war Falk?! 😉

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