Ein Bad in der Sonne

Wenige magische Momente sind so wortlos und mit Worten kaum beschreibbar wie ein kühler Märzmorgen, der die Sonne ahnen lässt und doch mit brennender Birke im Kamin befeuert werden muss. Dazu ein kräftiger Assam – und die Aussicht auf einen orangefarbenen Tag ist gleich dem Blick in den Schlund des schönsten Todes, der ja das Ende des Jammers bedeuten soll und somit eine Erscheinung der Freude darstellt. Am Lebensbaum zittern die Blätter vor Freude und Schaudern zugleich. Solch ein Tag ist ein großer Atemzug gleich einer verlorenen Liebe, in der man sich gefällt. Ein Tag in H-Dur mit 5 Kreuzen und einem monotonen Schlagwerk, das eher rauscht denn klappert.
So geht es in den Tag, kraftvoll, langsam.
Und nur allein ist es zu schaffen, sich den Berg hinabzuarbeiten ohne einen falschen Schritt ins Verderben.

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