Dieses Lied ist nur für Euch!

So klingt Hass: Die Wahrheit.

Der deutsche Presseheinz hat endlich herausgefunden, dass es so ist wie immer: Ein Popstar ist kein Füllhorn intellektueller Offenbarungen. Und ein Fan zeichnet sich dadurch aus, dass er sein Idol braucht, um sich selbst wahrzunehmen.
Diese simplen Wahrheiten sind bereits von Balzac oder Nietzsche geschrieben.

Vielleicht ist es eben diese Wut, die Herrn Meinhold antreibt: Dass er erst durch hartnäckiges und schmerzhaftes Denken die Erkenntnis gebar, die er längst wüsste, würde er Bücher lesen. Vermutlich ist es auch die gärende Wut, die den deutschen Intellektuellen so hässlich macht, sich selbst für ein verkanntes Genie zu halten, dem Mob dafür die Schuld zu geben und deshalb jedem Superstar aus der Heimat Verrat derselbigen vorwerfen zu können und im „Alia Hussassa“ oder „Tirallalla“ den Beweis dafür finden zu wollen.

Daraus spricht nicht nur ein schwer gekränktes Ego, es klingt auch irgendwie nach gebildeter Blödheit. Es kann nur ein Spießer im Alternative-Kostüm sein, der sich in dieser Form an dem Fischer-Phänomen abarbeitet. Den Beweis fände man, hätte man ihm noch einige wenige Zeilen Text erlaubt; denn dann stünde dort am Schluss: „Verbietet Helene Fischer!“
Das wenigstens wäre konsequent zu Ende gedacht.

Aber ausgerechnet eine solche Konsequenz ist es, die der Autor an der Fischer reklamiert. Das Produkt „Helene Fischer“ ist sauber durchkomponiert bis in den Schlussakkord. Übrigens für den kommerziellen Erfolg eine wichtige Voraussetzung, an der sich das deutsche Mittelmaßgenie schon immer gestört hat. Sie rennen mit iPhone durch Berlin, lieben Esprit-Kleidung… aber Musik muss dem höchsten intellektuellen Anspruch genügen. Dabei akzeptieren sie Lady Gaga, Eminem und AC/DC. Aber wenn das Produkt aus Böhlen oder Frankfurt kommt, dann finden sie die Suppe voller Haare.

Ich jedenfalls freue mich für Helene Fischer und ihr Volkskunstkollektiv.
Und Herrn Meinhold wünsche ich, dass er sich bald wieder entspannt. Vielleicht zieht er sich ja das nächste Robby-Williams-Konzert rein und kritisiert mit denselben Maßstäben?

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