Vegetarischer Hitler

Vegetarier sind Menschen, die vermutlich den Vegetarier-Stempel auf der Stirn brauchen, um sich abzuheben. Sie lieben es, sich selbst als Retter der Welt zu feiern, während die menschlichen Fleischfresser ziemlich böse und sowieso schuld am Untergang der Welt sind. Vegetarier tragen ihr fleischloses Esserdasein nach aussen, damit die Welt sehe, welch großes Werk sie an ihr tun.
In Wahrheit aber ist es eine verdammt feige Lösung: denn Widerstand durch Verzicht ist kein Widerstand sondern Kollaboration ohne Mitzumachen, eine nihilistische Scheinlösung zur gepflegten Selbsttäuschung.
Es gibt weder einen medizinischen noch einen weltanschaulichen Grund, generell auf Fleisch zu verzichten.
Am liebsten mag ich den Satz: „Nein, das schmeckt mir einfach nicht!“ – Hat man so was schon gehört! Was für ein dekadentes Wohlstandsgefasel!

Hinzu kommt: Wer Pflanzen anstatt toter Tiere verzehrt, der hat das Wunder des Lebens nicht verstanden und diskriminiert die Pflanzen, nur weil sie dem kleinen menschlichen Geist nicht in ihrer Größe erkennbar sind.
Denn wahr ist: Pflanzen sind in der Regel noch gar nicht tot, wenn sie verzehrt werden.
Denn tote Pflanzen sind verwelkt und gelten vielmehr als Abfall. Nur lebende Pflanzen sind frisch und knackig.
Das aber ist das Wunder des Lebens! Es ist sinnvoll, manche Beute möglichst nah am Leben zu verspeisen, damit sie möglichst viel neues Leben schaffen kann. Das gilt für Fleisch und Pflanze.
Und das ist nicht ethisch bedenklich.
Eher ist eine Ethik bedenklich, die naturfern argumentiert!

Ethisch bedenklich ist außerdem das weltweite Handelssystem, die Tier-KZ und die Pflanzen-Armeen. Wer wegen der ekelhaften Massenhaltung auf Fleisch verzichtet aber weiterhin im Supermarkt Obst und Gemüse kauft, der macht die gleichen Menschen reich, die auch an der Tierquälerei verdienen. Und die Massenhaltung von Erdbeeren ist ebenso naturfeindlich und lebensverachtend wie die Massenhaltung von Puten!
Es gibt nur einen Weg: weitgehend auf Supermarktware zu verzichten und alle Fleischer und Bäcker und Gemüsehändler zu meiden, die sich mit industrieller Ware z.B. aus dem Großmarkt versorgen.
Wer ernsthaft etwas gegen die Naturvernichtungsindustrie tun möchte, der muß AKTIV werden! Vegetarismus, Veganertum als Gegenentwurf sind passive Reaktionen.
Statt dessen geht auf die Wochenmärkte, fahrt auf die Dörfer!
Prüft, was da angeboten wird. Fragt, ob ihr euch die Landfleischerei mal vor Ort anschauen könnt und ob der Bäcker sämtliche Zutaten in seinem „Fitnessbrot“ wirklich kennt!
Nur wer die EHRLICHEN und NATURVERBUNDENEN regionalen Handwerker stärkt, der investiert in eine gesunde Wirtschaft und schwächt den internationalen Konsumterror empfindlich.

Ich bin kein Vegetarier. Und doch ernähre ich mich vorwiegend mit den Produkten des Gartens und nur manchmal schaue ich, ob der Fleischer meines Vertrauens was schönes für die Pfanne hat.
Erstaunlich ist außerdem, wieviel Geld man sparen kann, wenn man ohne Kühlschrank und weitgehend ohne Supermarktware lebt.
Wichtig ist wohl, daß man klar das Ziel weiß, aber nicht dogmatisch wird. Manchmal muß es eben schnell gehen und dann kaufe auch ich eine norddeutsche Zwiebel im Supermarkt, solange es Supermärkte noch gibt.

Wären die Ketten darauf angewiesen, von Leuten, wie mir, zu leben, dann wären sie alle längst pleite.
Was das mit Hitler zu tun hat?
Keine Ahnung.

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6 Kommentare
  1. FH sagte:

    Naja Falk, Deine Ausführungen und Argumentationen zum Thema Vegan/Vegetrarismus zeugen doch eher von Unwissenheit?! Zum Teil kann ich das Geschriebene aber nachvollziehen. Ich gehe davon aus, dass es Dir möglich ist, entspechende Informationen zu recherchieren, welche Deine Ansichten zum Teil relativieren. Gerne bin ich bereit, Dich dabei zu unterstützen, da ich seit 1991 vegetarisch lebe und ausreichend Erfahrungen mit „Modeveganern“, „Weltrettern“ und dem ganzen BIO-SCHICK-Geschmeiß habe. Viele Grüße und Kopf hoch!!!
    Ralf

  2. Ich würde sagen, es lag etwas Zorn auf der Tastatur 😉 Ich meine, daß es in der aktuellen Wohlstandsphase jedem überlassen ist, seine Ernährung zu wählen… und ich ernähre mich auch überwiegend vegetarisch, aber eher zufällig… zur Zeit liefern die Gärtner geilste Tomaten und Zwiebeln und Bohnen und Kartoffeln usw… dazu gibts höchstens mal eine Scheibe Speck. Nur bei diesen „Haben die hier nichts vegetarisches?“ – Spinnern wird mir gerne übel 🙂

  3. FH sagte:

    Zorn auf der Taste kenne ich… Da muß ich mich manchmal zurück halten; wegen der Zensur. Und klar hast Du Recht, wenn Du schreibst, dass dieser Größenwahn an Verzehr tiereschen Ursprungs zum Neubau von Mastanlagen führt (den Begriff KZ im kausalen Zusammenhang scheint nicht passend). Sieht man sich mal die „Demonstrationen“ gegen solche Mastanlagen an, und fragt die „Demonstranten“ warum gerade in deren unmittelbarem Wohnbereich keine Mastanlagen erwünscht sind, blasen diese hirnfreien Geschöpfe ausnahmslos Müll in die Mikrophone. Fragt man die „Demonstranten“ nach ihren Ernährungsgewohnheiten und erdreistet sich womöglich zu hinterfragen, ob die Mastanlagen aufgrung ihrer Fleichfresserei entstehen, gilt der Fragende als Denunziant/Verräter. Dabei versteht es sich von selbst, dass die Betreiber von Mastanlagen die fleischfressende Kundschaft, aufgrund der Nachfrage, allenfalls deren Bedarf bedient.
    Natürlich darf die Mast und Schlachtung nicht in unmittelbarer Nähe zur verschuldeten Immobilie stattfinden. Gestank und Blut sind, laut Kreditvertrag, nicht Bestandteil einer Hypothek.
    „Egal in welchem Abstand sie vom Schlachthaus sitzen und ihrer Fleichfresserei fröhnen – sie bleiben dennoch Schuldige !“
    Du erklärst ja auch, dass es notwendig ist, beim Handwerker (Bäcker, Fleischer, Gärtner, Schreiner, Schuster etc) Produkte zu erwerben, statt sich den Konzernen mit ihrer Erpressungsstrategie „BILLIG“ zu unterwerfen. Erkläre das mal einem Menschen, welcher zu Hartz 4 Armut per Gesetz verdammt ist!!! Der wird es, aufgrund seiner Situation, nicht nachvollziehen können… Und leisten kann er sich Langlebigkeit und Qualität schon mal gar nicht.
    Viele Grüße sendet
    Ralf

  4. Das stimmt. Hartz 4 ist ein bodenlose Frechheit. Am schlimmsten sind die Menschen, die täglich in die Jobcenter arbeiten gehen, sich also täglich damit beschäftigen, ihre Mitmenschen zu denunzieren, zu demütigen und zur Zwangsarbeit zu treiben. Aber es gibt sie wohl immer. Irgendwer hat ja damals auch den Gashahn aufgedreht, nur damit am Monatsende Geld auf dem Konto ist… jedenfalls habe ich es nun ausgetestet: ich schaffe es, mich ausschließlich frisch und fast ohne Supermarkt zu ernähren und brauche pro Woche ca. 15 Euro. Allerdings muß man dann auch selbst kochen. Teurer wirds nur wegen Zigaretten und Wein 🙂

  5. FH sagte:

    Kurzer Nachtrag:

    „Die hiesige Fleischindustrie boomt wie nie zuvor, trotz Euro-Krise und stockender Weltkonjunktur. Acht Millionen Tonnen Schwein, Geflügel und Rind wurden 2011 in Deutschland produziert, Tendenz steigend. Viel zu viel für den heimischen Mark, weshalb immer mehr ins Ausland geht. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wirft Branche und Regierung eine »aggressive Exportstrategie« vor. Tierschutzstandards würden verwässert, gesetzliche Restriktionen gelockert. Deutschland hat sich in weniger als zehn Jahren vom Fleischimporteur zur führenden Exportmacht Europas gemausert. Bei der Schlachtung von Schweinen liegt die BRD nur noch hinter China und den USA.“
    Soviel zu diesem Thema… Hartz 4 ist!

    Komisch, zu Deinem Kommentar kann ich nur anmerken, dass ich auch tatsächlich seit etwa einem Jahr ausnahmslos in kleinen Läden Dinge des täglichen Bedarfs erwerbe. So kaufe ich z.B. meine Getränke im Getränkemarkt Ludwigsluster Chaussee. Brötchen lasse ich mir vom Bäcker in der Bornhövedstraße mit bringen oder kaufe Bäckereiprodukte beim Biobäcker am Pfaffenteich Ecke Mecklenburgstraße. Alles andere (wenn ich es mir leisten kann) im Bio Markt Lübecker Straße.
    Kippen kaufe ich bei meinem Nikotindealer in der Friedrichstraße.

    Da Stoffliche und digitale Konsumgüter meinerseits kaum noch Verwendung finden (weil ausreichend vorhanden) begehre ich nur selten eine Erneuerung derselben. Besteht meinerseits trotzdem Bedarf, bleibt mir, auf Grund der Servicewüste Schwerin, nur die Nutzung des Elektronikmarktes (KACKPROMARKT) !

    Ein exemplarisches Beispiel:
    Allein meine Anfrage, eines in der Friedrichstraße befindlichen „Computer“ Händlers, nach bedruckbaren DVDs und einem Firewirekabel scheiterte schon daran, dass eine Erkenntnis zum „Geld verdienen“ nicht wahr genommen wurde. Es erwies sich als unmöglich, diese Ware wieder in das Sortiment auf zu nehmen, obwohl ich garantierte, etwaige Stückzahlen über Jahresende hinaus zu erwerben. Die Reaktionen, seitens des Verkäufers: „Nee, dass geht nicht. Das bekommen wir nicht mehr und kaufen wir auch nicht mehr ein!“
    Und jetzt erklärt der „Verkäufer“ seinen geplanten Suizid:
    „Das ist ja bei uns auch viel teurer. Das kriegen (kommt kriegen von KRIEG???) sie woanders viel günstiger!“
    Ganz schön dämlich, wie ich finde…!
    Viele Grüße
    Ralf

  6. Ja lustig. Bäcker Berner in der Bronhövedstraße (Eche Ferdinand-Schultz-Straße) ist tatsächlich der einzige weit und breit, der seine Teige noch selbst mischt. Da ist kein Xanthan und kein Carageen im Brötchen sondern nur das, was reingehört. In Rostock kaufe ich in der Grubenbäckerei, die mischen auch noch echte Teige. Kraß daran ist, daß diese Bäcker inzwischen die Ausnahme sind, obwohl sie preislich weit günstiger sind, als diese ekelhaften Bäckereiketten mit ihren Luftpolsterbackwaren und die Produkte der echten Bäcker viel haltbarer und schmackhafter sind… verrückt. Wirklich.
    Und das beste Fleisch weit und breit gibts beim Hof Schaalsee. Der steht mindestens freitags auf dem Schlachtermarkt. Alles eigene Zucht und nur freundlich geschlachtet 😉 Da begab es sich, daß ich Kalb bestellt hatte und das dann abholen wollte und der Fleischer sagte: „Gibts heut nicht, das Kalb ist weggelaufen und war dann so aufgeregt, daß wir das nicht schlachten konnten. Dafür gibts aber Lamm“ 🙂

    Die Sache mit dem Kabel ist seltsam. Denn auf Kabel hat ein „kluger“ Händler eine enorme Gewinnspanne.
    Naja, ich komme wieder zurück nach Schwerin und dann wird aufgeräumt! Jawoll!

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