Lebkuchen! Lebkuchen!

Was ist das nur für ein Lebkuchenwetter da draußen! Herrlich.
Des nachts kämpft der Mond sich durch das Milchglas, das Gott einfach so über unsere Stadt genagelt hat und freut sich ein Loch in den Bauchnabel, daß trotz Schal und Winterpuschen die Zigarettenlänge sehr lang wird. Ich rauche ja auch lieber drinnen. Aber wenn so ein grunzeliges Vorwinterrauschen durch die Höfe hüpft, da ist es gar lecker, auf dem Balkon zu stehen und rauchend dem Birnbaum beim Laubabschütteln zuzusehen.
Ich mach mal nebenbei die Kerzen an und mir fällt auf, daß die Streichhölzer von heute mehr so Brennstäbe sind. Man zündet eins an und kommt geradeso bis zur ersten Kerze. Den Docht kann man noch eben anwärmen und schon brennt der Daumen.  Schnell also ein neues Holz gezückt und die Restwärme nutzend den Docht beleuchtet! Schön. Ich brauche für meine 14 Kerzen ca. 20 Hölzer. Quasi eine Schachtel. Das ist nicht so schlimm, denn das sind immer noch die Pall-Mall-Hölzer aus meiner Musikclubpleite, aber irgendwann muß ich mir ein Holz kaufen und dann wirds arg!
Früher war auch das besser. Da gab es „Sicherheitszündwaren“ aus Riesa. Mit der Sicherheit meinten die das wirklich ernst! Da gabs den schönen Witz:
Er: Ey wußtest du schon, letztens hat ein Zug urst gebrannt – volle Sau alles abgefackelt. Nur ein Wagon ist heil geblieben…
Der andere Er (früher gabs noch kein Genderscheiß): Echt? Wie das?
Er: Da waren Streichhölzer aus Riesa drin!
(An dieser Stelle wurde gelacht. So waren früher die Witze: mit Stellen zum Lachen ohne daß das dran stand!)

Vorgestern habe ich Lebkuchen gebacken. Der Teig war schon ein Jahr alt, was natürlich nicht gerade für das Jahr spricht!
Die Lebkuchen waren jedenfalls grandios. Ein Rezept von meinen Eltern, aber ich weiß nicht, wie das geht, denn der Teig war im Original aus dem Laboratorium meiner Eltern.

Schlimm aber ist: gestern kam MC Hoffmann mit einem Tee an, der so heißt: „Snow Cap Mountain“.
Der riecht, na sagen wir mal… für Leute, die in der DDR noch in die Schule gingen, riecht der Tee wie Ascoffin! Irgendwie geil aber giftig.
Und für Leute, die die DDR in der Schule behandeln wie einen Deppenzoo, riecht der Tee wie diese blauen Gletscher-Eis-Bonbons.
Furchtbar.

Gut. Und auch wenn ich mich aus der Politik verabschiedet habe, hier noch eine Hausaufgabe:
These: Der Rechtsstaat ist nicht in der Lage mit existentiellen Problemen umzugehen, weil sich für jedes Problem ein Protagonist findet, der damit verdammt gutes Geld verdient.
Macchiavelli schreibt sinngemäß, die Demokratie ende gesetzmäßig in Zügellosigkeit und Verwahrlosung.

So genug.
Jetzt schmeiß ich die Espressokanne an!

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