Danke, zdf!

In Mainz hat man sich gedacht: „Was der MDR kann, das können wir schon lange! Schließlich gibts uns schon viel länger!“
Also kroch der Chefredakteur in den Kartoffelkeller und suchte nach den schimmligsten Filmrollen von der ganzen Welt. Angestachelt von Wolfgang Schäuble, der gesagt haben soll: „GEZ? Beibehalten! Aber umlenken. Geben sie dem Mann unsere Kontonummer! Komm, Hasso!“
wollte der lupenreine Journalist schon mal zeigen, was „wir in Mainz“ so drauf haben, auch ohne Dienstanweisung, äh: Anregung (sorry).
Denn wenn im nächsten Jahr noch weniger Geld den Main hinabfließt, kann man jetzt schon mal mit dem Sparen anfangen und Filme zeigen, die der Archivar eigentlich schon mit nach Hause nehmen wollte.

So kam der denkwürdige 10. Juli 2011 – ein Datum, das sich alle Verschwörungsspezialisten auf der Zunge zergehen lassen werden.

10 + 7 = 17
2011 – 4 = 17
17 + 17 = 34
34 – 11 = 23

23!
Hossa.

Wer Peter Alexander auch nach dem heutigen Tag noch für einen durchgeknallten Spaßvogel hält, der darf nicht weiter atmen.
Ein Lustspiel mit Quotennegern und amerikanischen Panzern, mit Jazz und Militärmusik, mit Caterina Valente als Lolita und alle zusammen mit dem wunderschönen Volkslied: „Ja damit ham Sie kein Glück / in der Bundesrepublück.“
Gegen 15:30 Uhr dann klingelte bei Drafi Deutscher das Telefon. Eine Angela-Merkel-Darstellerin wollte den bekannten Entertainer dazu überreden, noch mal so eine begeisterte Hommage an die deutsche Baumarktgesellschaft zu schreiben. „Mamor, Stein und Eisen bricht“ war nicht nur ein Meilenstein in der Geschichte der Rockgitarre, es war auch ein subtiler Hinweis darauf, daß diese Supermarktwelt alles andere als heil ist. Jedenfalls soll das neue Lied so ähnlich werden. „Genial“, sagte sie, „wie du das hinbekommen hast. Sozialkritik und Komasaufen in einem Lied!“
Doch Drafi Deutscher war schon tot.
Und die Kollegen vom Verfassungsschutz feiern ein Kuriosum: Zur nämlichen Zeit klingelte das Telefon bei Udo Lindenberg. Auch hier ein prominenter Anrufer – und der Geheimdienstbursche schrieb nieder: „gute idee damals, machen wir jetzt wieder, du kannst vorne dabei sein, so ne mischung aus reeperbahn und klavierlehrerin“. Doch Udo sagte, er hätte sich lange genug zum politischen Löffel gemacht, jetzt mit Ü60 noch mal zum Obst machen, das ginge irgendwie nicht. „Hab ich keine Böcke auf und so. Weißt?!“

Steuersenkungsversprechen? Pah!
Lieder müssen her! Filme! Stars! Hilfreiche Sowjetsoldaten und Soljanka für alle!
Jawoll. Dann wird das auch wieder!
Aber erstmal danke!
Nach 90 Minuten Fremdschämen fühlt man sich so herrlich befreit, wenn der Film aufhört.
Und ich freue mich für unsere Brüder und Schwestern im Westen: sie haben auch ein paar Rotweinflecken in der Vergangenheit, über die man voller Schmerzen lachen kann.

Liebe, Tanz und 1.000 Schlager

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