WELTKRAFTWIRTSCHAFT UND GOTTSCHALK

Das hat die Vereinigung der niedergelassenen Chefredakteure ja geschafft: Eine lebensbedrohliche Krankheit, die noch schlimmer wütet als Halsweh und Nasenbluten, hat eine andere Krankheit aus den Blättern geschüttelt: den kritizistischen redundierenden Popularjournalismus, der dabei ohne apotropäische Komponente auskommt. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: je mehr sich der Schreibhals im Westerwelle verbeißt, umso mehr wittert der Oppositionist eine Falle. Die ist auch vorhanden, nur nicht dort, wo der Verschwörer sie vermutet.
Das war schon ein Ding (nach dem anderen). Zuerst läßt der BND halb Afrika gegeneinander steinigen, dann fuhren gigantomistische Think Tanks gegen Japan, schlugen Riesenwellen und zerbombten sogar ein paar Atomkerne – und  am Ende hat alles nicht genützt!

Erst ein fieser Keim mit Klarnamen Erich hat das bundesdeutsche Gemerkel aus der Tagesschau getilgt. Und das, ohne das Opfer zu berühren!
Gigantiglich!
Honeckers Rache ist dabei eine ähnlich kleinkarierte und nicht bis zum Ende gedachte Einrichtung. Genau wie die chinesische Mauer durch Deutschland. Seinerzeitig.
Sowas können die Amis viel besser. Die haben bei sowas immer viel bessere Abschlüsse. Schätzungsweise bis 500 Tote. JÄHRLICH! DAS nenne ich eine Gefahr!
Obwohl… selbst da ist die deutschländische Grippe erfolgreicher.
2000 Grippetote pro Jahr im Deutschen Reich amerikanischer Nation. Und das ganz ohne Fernsehen und Bild am Montag!
Geschickt, nicht?!

Nun, was ich sagen wollte.
Am Ende ist es dem Erich geglückt. Die Negativ-Angela hat aus der Katastr0phe von Baden-Württemberg gelernt und den Schwung der Atomkraft geschickt genutzt. Simpelst einen intellektuellen Kausalnexus hergestellt und aus dem KKW-Debakel rübergeschwenkt in die Gurkenkrise.

Schon ist der deutsche Fernseher beruhigt.
Immerhin, es gibt etwas noch schlimmeres als die deutsche Regierung! Das ist schon was!
Und so findet eben auch ein Mitglied der Bild-Zeitung seinen Frieden und beschäftigt sich lieber mit popelnden Parlamentariern oder hält Dieter Bohlen für einen Star.

Womit wir schon bei Thomas Gottschalk sind.
Wer hat eigentlich gesagt, daß das, was die Masse im Fernsehen guckt, auch zwangsläufig von hoher Qualität ist?

Wenn man bedenkt, daß DSDS und Wetten daß… gegeneinander um Quote kämpften?!
Dann bedeutet das doch, daß… ich will es nicht zu Ende denken.

Klar ist: Der Herr Gottschalk hat was. Wenn er auf die Bühne kommt, DANN KOMMT ER AUF DIE BÜHNE! Und dann ist er – DA. Alles um ihn wird blaß und klein.
Dazu ein wenig fiese Eloquenz, ein kommerzielles Lachen und – damit es richtig kitschig wird: Schwiegermutters Lieblingslöckchen in blond.
Das ist Thomas Gottschalk.

Er ist nicht Kult und nicht großartig, er ist nicht der letzte Stern am deutschen Fernsehhimmel und er ist auch nicht besonders mutig, weil er eine Sendung abgebrochen hat, in der jemand um Haaresbreite an Selbsttäuschung gestorben wäre.
Er ist schon gar nicht so eine Scherz-Art „Public Viewing“ und auch nicht ein Muß, wie bei Tucken und nie groß werdenden Mädchen die Grand Prix de la Größenwahn-Übertragung.

Hilfe!
Ich wollte doch nur was Nettes über ihn sagen.
Das geht aber nicht, weil fast alle Zeitungen und Sender um meinen Schreibtisch herum sich überschlagen. Mehrfach. Wer hat den Größten?! SUPERLATIV.

In einer so flachen Fernsehlandschaft, wie der BRD-deutschen, da ist ein Gottschalk ganz klar ein Riese. Ein guter Riese.
Ich mag seine Art.
Fertig.

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