abdul in kabul

dieser nexus ist wirklich interessant: ein bekiffter christenmensch verbrennt ein buch, woraufhin erstmal nichts passiert. dann stürmen ein paar jünger der friedlichsten religion der welt zu einem uno-bunker und beginnen ein lustiges morden. daraufhin diskutieren die medien in christlichen kulturkreisen, wie man mit einem vermaledeiten jesuiten umgehen soll, der ein buch verbrennt.
das ist ja auch vollkommen logisch.
WIR sind schuld.

wie schrieb nietzsche: „gott ist tot; an seinem mitleiden mit den menschen ist gott gestorben“.
er beschreibt das christentum ausführlich als eine verlorene religion des mitleids und – daß sie genau daran zugrunde gehen wird. gott selbst ist schon in die grube gefahren.
was haben seitdem heerscharen von christen auf den überbringer der schlechten nachricht eingeschlagen… wie im mittelalter.
und jetzt, genau derzeit passiert es!

statt sich ernsthaft und mit konsequenz der gewalt andersgläubiger entgegenzustellen, hält die westliche wertegemeinschaft die andere wange hin. nur: der radikale mohammedaner wird nicht einhalten, wie es jesus gebot.

der klügere gibt nach.
und verliert.

und jetzt drehen wir den aktuellen vorfall mal sanft ins rechte licht:
was, wenn die aufgebrachten afghanen das uno-quartier nicht wegen eines verbrannten schriftstückes gestürmt haben, sondern, weil ihnen jemand gesagt hat, wozu die weiße welt afghanistan besetzt?
wieso fragt unser staatsfernehen nicht mal intensiv nach, was die bundeswehr am hindukusch tatsächlich beschützt?
ich meine, wie würden SIE das finden, wenn hier täglich bärtige gotteskrieger mit der waffe im anschlag übern leninplatz patroullieren? mit der lizenz zum töten!
und sie hören von ihrem hungrigen schwager, daß seit der besatzung die kartoffelernte um ein vielfaches gestiegen ist – nur leider wird alles exportiert. wohin eigentlich? wo doch kartoffelschnaps nur bei germanen und slawen gesoffen wird?…

das lustige an der ganzen sache ist ja eigentlich, daß der deutsche, genau wie der us-amerikaner, zufrieden in die couch pubst, während seine landsleute und deren gesandte von gotteskriegern zertreten werden.
der westlich sozialisierte mensch nimmt die tagesschau schon lange nicht mehr als nachrichtensendung wahr. weil sie ja auch ständig absurdes zeug bringt. und eingebettet zwischen gzsz, verbotene liebe und ein kessel buntes vergißt man irgendwann, was realität und was fiktion ist.
und genaugenommen sind unsere nachrichten nichts anderes als lindenstraße.
nur mit schlips und ernstem gesicht.

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