Winteromd

Ausschlafen, eine funktionierende Heizung, ein voller Kühlschrank… es braucht wenig Dinge zum Glück. Auch das ist ein Grund, warum die DDR nicht ständig von innen gesprengt worden ist… 😉
Gibts das eigentlich schon: ein Blog, das sich der möglichst objektiven Geschichtsschreibung widmet? Bisher kenne ich nur total überzeugte Gegner und total verstrahlte Anhänger.
Das wäre noch ne Idee. Heb ich mir mal auf für ein langes Wochenende. Oder für Paris. Aus der Ferne läßt sich immer so schön urteilen.

Was war das nur für eine Woche!
Wikileaks! Zuerst war da die Veröffentlichung von Schwachsinn. Dann hat die Weltpolitik reagiert und gerufen: „Das juckt uns nicht!“. Und dann wurde die Website abgeschaltet mit dem Kommentar „Nein, das ist keine Zensur!“ – und im gleichen (D-)Zug hieß es in der FDP: „Weg mit dem amerikanischen Botschafter!“
Danke Wikileaks! Du hast uns allen gezeigt, daß man, wenn man geheime Daten klaut und veröffentlicht, schnell mit Haftbefehl in der ganzen Welt gesucht wird: wegen Vergewaltigung!

Ich hatte noch gar nicht zu Ende gelacht, da wurde des Außenministers Oberhofbürodirektor nach Haus geschickt. Weil er den Amerikanern Dinge gesagt hat, die sie längst aus der Zeitung wußten.
Und als wenn das noch nicht genug wäre, regt sich die Netzwelt über einen Gesetzesentwurf auf, ohne ihn gelesen zu haben.

Jetzt stelle ich mir gerade vor, was ich wohl alles noch erlebt hätte, wenn ich in dieser Woche Fernsehen geschaut hätte.
Ah. Hab ich ja. Und das war wirklich der mediale Höhepunkt:

Menschen bei Maischberger. Die Sendung war anfangs richtig lustig! Am besten war der grüne Politiker, der sich (über die komplette Sendezeit) weigerte, Eins und Eins zusammenzuzählen. Ach und da war noch eine türkischstämmige Frau, die als Moderatorin vorgestellt wurde und in ihrer Stimme sehr selbstbewußt den Klang der arroganten Ahnungslosen trug. Frau Eckes. Kennt die jemand?

Aber spontane Hochrufe und nicht enden wollenden Applaus bekam von mir Herr Henkel (Hans-Olaf), der eine der wenigen relevanten Bemerkungen in dieser Runde aussprach: er habe bisher 3 Sendungen mit Thilo Sarrazin gesehen und alle drei (inklusive der, in der er in diesem Moment saß) seien nach derselben Methode gezimmert: der böse Sarrazin, die beleidigte schöne Deutsch-Ausländerin und ein Häufchen prominenter Menschen, die eingeladen sind, den Sarrazin kaputtzureden.

Mir tat der Henkel leid. Der und Sarrazin waren die einzigen während der Tortur, die insgesamt mit Vernunft redeten. Am schönsten aber war die Frage von Henkel in die Runde, ob ihm jemand erklären kann, warum es in keinem moslemischen Land eine Demokratie gibt.
Natürlich blieb die Frage unbeantwortet und wurde mit politisch korrektem Unsinn vom Tisch gefegt.

Ja. Sowas passiert, wenn man den Fernseher anmacht.
Ich glaub, ich werde es wieder tun. Noch heute!

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