Riesling zum Frühstück

Welches Naturgesetz ist dafür verantwortlich, daß bestimmte Menschen immer pleite sind, egal wieviel Geld sie verdienen?
Ich kenne auch Leute, die sind hochintelligent, aber nachhaltig ohne Job. Ich meine, was will man schon mit nem Job? Letzten Endes gehts ja nur ums Geldverdienen. Glücklich dürfen jene sein, die für Geld nicht arbeiten müssen.
Und was unterscheidet den ARGE-Mitarbeiter eigentlich von einer Nutte?
Vielleicht eins: die Nutte bereitet ihren Kunden wenigstens etwas Spaß.
Ansonsten tun beide Dinge, die man nur tut, weil man dafür Geld bekommt.
Oder gibt es den Traumberuf „ARGE-Arbeitsvermittler“?
Wie wird man das eigentlich? Ist das ein Lehrberuf?

Nein ehrlich.
Das ist ein wunderschöner Sonntag heute.
Alle Arbeiten sind erledigt, bis auf das Rechnungenüberweisen und Buchhaltungmachen. Aber sowas macht man nicht am Sonntag.

Trotz der wunderbaren Sonne und des leckeren Rieslings stellen sich plötzlich Fragen, die ich gar nicht haben will.
Nur weil plötzlich die Sonne heller scheint?
Auf dem Herd türmen sich die Feinschmecker-Speisen und ich kann mich nicht entscheiden, ob ich den Rosenkohl, die Tomatensauce oder das Kalbsragout einfrieren soll.

Das sind Themen!

Ich las zum Frühstück außerdem das „Medienmagazin“ „Journalist“.
Darin wurde spannenderweise das Thema „Medienzirkus“ behandelt. Aber leider wie fast immer in diesem Magazin, ging es am Thema konsequent vorbei. Man stellte zwar fest, daß die Sarrazins und Hermans dieser Welt völlig überbewertet werden, aber den Autoren kam nicht in den Sinn, die Schuldigen auszumachen und die erschreckend unjournalistische Medienlandschaft zu analysieren.
Damit haben sie dasselbe getan, wie all die Empörten. Sie haben mit einem Thema aufmerksam gemacht, ohne es zu behandeln.

Man könnte denken, die aktuelle Journaille glaubt auch an den Weihnachtsmann!
Jedenfalls glauben sie an die Simpson und an 5-a-day. Sie glauben an Cholesterin-Werte und daran, daß „Bundespräsident“ ein Amt voller Würde sei.

Und sie glauben, daß Meetings irgendwas bringen.
In Deutschland grassiert die Meetingitis.

Das liegt daran, daß man heute nicht mehr „Beratung“ sagt. Denn eine Beratung verfolgt immerhin einen Zweck; das heißt, sie ist verbindlich. Da rümpft die vegetarische BUNTE-Kolumnistin schon mal angewidert die Plastenase.
Erhard F. Freitag sitzt auf dem rechten Weg, wenn er schreibt, daß ein Gedanke eine materielle Kraft entfaltet…

Ja. „Verbindlichkeit“ ist überhaupt gar nicht auf dem Tagesplan.

Nun.
Ich werde jetzt mal den Sonntag passieren lassen, ohne mich umzudrehen.
Prost!

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2 Kommentare
  1. itchy sagte:

    denks du auch mal nach, bevor du schreibst…? so ein stuss!

  2. Immerhin verstecke ich mich nicht hinter nichtexistenten Emailadressen.
    So ein Stuss!

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