Die Haare sind wieder kurz

aber auch der Bauch könnte bißchen ab. Wie macht man das nur? Ohne Sport, nichts essen und nur rauchen oder so? Da bin ich echt überfragt, aber was soll der Geiz, ich werde jetzt mal im Tenniscenter nach nem Partner fragen und dann wird das schon. 2 mal die Woche müßte reichen, um wieder die Lungen in den Wind hängen zu können.
Gestern hatte ja irgendein Nachbar total Glück: ich war nicht zu Hause. Denn ich hatte richtig viel Lust, laut und schnell auf dem Klavier zu spielen. Das ging aber nicht, weil im Raucherabteil des Schützen (Zum Freischütz – gute Kneipe in Schwerin) kein Klavier stand. Sowas!
Und dabei hätte sich das wirklich gut angehört. „Künstlerleben“ von Strauß. Das ist meine Unvollendete. Ich hatte beim Üben irgendwann keine Lust mehr und spiel das Stück immer nur bis zur Hälfte der vierten Seite. Das reicht aber auch, denn das wirklich schöne an diesem Walzer ist der Anfang. Der ist einfach grandios… dann kommt das Thema und danach plätschert es nur noch so dahin. Bis zu der Stelle, die klingt, wie ein klassischer Zither-Ländler, nur mit viel mehr schrägen Noten! Denn der Strauß war schon ein kluger Spinner! Der hat in seinen Walzern ganz frech ganz viele Jazzelemente eingebaut, ohne daß es den Jazz schon gegeben hätte! Der hat sich Akkorde und Intervalle einfallen lassen, dagegen ist der, hier der Fischer, der große Jazzer… najedenfalls kann der da vor Neid sich schon mal räuspern.

Und ich hatte mich als Kind nie gefragt, warum ich den Walzer nicht so geil finde. Heute, jetzt nachdem ich die Partitur auf dem Klavier erprobt habe, weiß ich es: das sind keine Kinderharmonien! Das ist echte Erwachsenenmusik. Und damit trickst der Strauß sie alle aus. Die Klassikmusikexperten, die die Straußmusik in die Kirmes verwünschen. Denn, wer mal eine Straußpartitur gelesen hat, der weiß: da war ein fieser Meister am Werk. Nach aussen klingts volkstümlich, innen aber brodelt es von schräger Lustigkeit. Der Walzergott hat all den Blindpesen ein wirklich fröhliches Schnippchen geschlagen.

Immerhin von Brahms ist überliefert: zur Introduktion des Walzers „An der schönen blauen Donau“ soll er die berühmten vier Worte gesagt haben: „Leider nicht von mir!“
 
Und heute gibts Spaghetti mit Tomatensauce aus echten Tomaten!!!

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