Superidee: Wir retten Opel

Der Demokrat Roland Koch (ja, der), bekannt durch die Ablehnung eines demokratischen Wahlergebnisses in Hessen, dieser Koch haut jetzt der Frau Merkel in die Magengrube und ruft laut: Wir retten Opel! Das machen wir ganz einfach! Wenn keine Bank einen Kredit ausgeben will (wofür Banker meist Gründe haben), dann macht das halt der Staat! Klar.
3,3 Mrd. Euro. Aber ins Geschäft einsteigen will Roland Koch nicht. Nein. Nach zwei, drei Jahren, wenn Opel dann wieder rund läuft, dann steigt der Staat aus und übergibt an private Investoren.
Das ist jetzt wirklich mal ne kluge Idee – und bekannt unter dem Slogan: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren – Nur andersrum:
Zuerst geht der Staat in Verlust und wenn Gewinn zu erwarten ist, dann zieht er sich zurück.

Koch nennt das „eine Brücke bauen“.
Ich nenne das „Kündigungsgrund“.

Und mal ganz nüchtern: worum geht es hier? Es geht um ein international platziertes Unternehmen mit eingeführten Marken und klaren Umsätzen.
Es geht hier nicht um ein mittelständisches Unternehmen aus Gadebusch, das mit einer Weltneuheit auf den Markt kommt und nur mittelmäßige Banker findet – und deshalb Fördermittel beantragen muß…

Nein, es geht um Opel. Und bei den üblichen Konzernumsätzen sind 3,3 Milliarden Euro nun wirklich nur wenig mehr als ein Taschengeld.
Wenn Banken bei dieser Summe ein hohes Risiko sehen, dann kann man sagen, daß es tatsächlich ein Risiko geben wird.

Genau das Parkett, auf welchem Politikclowns wie Roland Koch tanzen.
Und jetzt kann man nicht mal sagen: wählt den Mann ab! Denn das haben die Hessen längst getan! Es nützt nur nichts – er ist immer noch da. Das jedenfalls ist keine Demokratie. Nur mal so nebenbei…

Sollte Kochs Plan umgesetzt werden, dann setze ich mich hin und erwarte mit 99prozentiger Sicherheit in spätestens 2 Jahren die Meldung: „Opel-Rettung gescheitert.“


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