falx dinx

Hallo Dieb!

Juli 3, 2008 · 4 Kommentare

Ich bin schon irgendwie positiv gerührt, daß du meine Fotos geklaut hast. Das ist ja immerhin auch ein Kompliment. Und ich finds ganz gut, daß du mir aus dem Trio wenigstens das eine (s.o.) gelassen hast.
Blöd, daß im Schlecker am Schweriner Ziegenmarkt die Ablage für entwickelte Fotos für jeden, also auch für Asis, die sogar ganz simple Fotos klauen, frei zugänglich ist.

An alle anderen: Solltet ihr die fast identischen Fotos irgendwo finden, ich würd mich drüber freuen, sie wieder zu sehen. Und Achtung: Wer beim Schlecker Fotos abholt, sollte offenbar vor Ort kontrollieren, ob alle da sind.

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Kellner gesucht

Juli 2, 2008 · Keine Kommentare

Suche für ein kleines Spaßfilmchen (in Schwerin) jemanden, der einen waschechten, arroganten Kellner spielen kann und möchte.
Der Dreh dauert ca. 1 Stunde, Geld gibts nicht, dafür werden wir berühmt ;-)
Bitte mail an: kellnercasting@falkschettler.de

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Für immer. Erstmal. - 20

Juli 1, 2008 · Keine Kommentare

Sofort wurde mir ganz heiß, ich fühlte mich wie ein echter Verbrecher. - Mann, fühlte ich mich wohl!
Maria rechnete also damit, dass sie abgehört wurde. Und von Paris sollte „die Stasi“ also nichts wissen. Das bedeutete, dorthin würde sie ihr nächster Job führen.
“Ich möchte so gerne raus.“ Sah ich da Tränen? Irgendetwas flimmerte in ihren Augen, es flimmerte traurig.
„Ich bin so nervös, ich kann nicht mehr ohne Alkohol schlafen und ich traue mich nicht, mit irgendjemandem darüber zu reden. Du bist der einzige und das auch nur aus Versehen. Ich freue mich, dass du wieder gekommen bist.“
Inzwischen saßen wir zusammengekuschelt. Es war, als hätte es nie einen Streit gegeben. Nun wusste ich leider nicht, was ich sagen sollte. Abgehört zu werden, war für mich eine ganz neue Erfahrung. Es war wahrscheinlich besser, wenn man nichts davon wusste, weil man sonst unnatürlich klang, zumindest, wenn man damit noch keine Erfahrung hatte. Also grübelte ich.
Eine Idee: „Du hast doch mich; kannst dich bei mir festhalten.“
Dann fiel mir auf, dass das ziemlicher Quatsch war. Ich war ja nun wirklich kein Vorbild und erst recht niemand, den sie anhimmeln sollte. Und immer, wenn ich jemanden mitziehen wollte, habe ich versagt. Ich war mit mir selbst ausgelastet. Perfektionist und Schlampe gleichzeitig, das verbrauchte genug Kraft. Aber nun hatte ich es gesagt. Zurücknehmen ging nicht. Zumindest nicht jetzt.
Sie schwieg weiter.

Hatte der Wecker geklingelt? Was war das für ein Geräusch? Mühsam kletterte ich in Richtung Wecker und schlug ihm den Feierabend.
Sechs Uhr morgens.
Stille.
Gott bewahre!
An Stille war gar nicht zu denken. Selbst in einer verschlafenen Kleinstadt waren morgens um sechs Uhr genügend Leute mit der Erzeugung von hässlichem Lärm beschäftigt.
Aber warum ging der Wecker um diese Zeit?
“Ich will nicht.“ Maria drehte sich zu mir.
Ich lächelte. “Worum geht’s?“
“Genau darum. Heute! Jetzt.“
“Ja, und?“ Ich wusste nicht genau, was sie bezweckte, „soll ich das übernehmen?“
Ihre Augen sagten, ich sollte lieber die Finger davon lassen, aber wenn ich mir eine Kurierfahrt allein zutraute, dann wäre sie ausnahmsweise einverstanden. Aber nur dieses eine Mal.

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Die Profis von der Sport-Regie!

Juni 30, 2008 · Keine Kommentare

Das war mal was.
1. Ich konnte mich nicht entziehen. Ich habe es wirklich versucht, doch irgend eine überirdische Kraft zog mich um 20.43 Uhr vor den Fernseher.
2. Hut ab vor der Regie!!! Denn dramaturgisch haben die alles richtig gemacht, sie haben einen Fußballnichtfan wie mich vor dem Fernseher gehalten: Deutschland begann das Spiel auf normalem Nationalmannschaftsniveau und zeigte, daß die Mannschaft in der Lage ist, dieses Spiel zu gewinnen. Doch das stand so nicht im großen EM-Plan! Schon ab der 10. Minute spielten die Deutschen hauptsächlich nach hinten, ließen die Spanier ins Spiel und bis vors Tor kommen (wie abgesprochen). So. Die Deutschen waren sogar so nett, den ersten ernsthaften Torschuß auf den deutschen Kasten selbst zu besorgen, weil die Spanier es irgendwie nicht schafften. Naja. Nach dem 1:0 war es wieder spannend, denn nun erwartete ich, daß die Deutschen sich beeilen werden, zum Ausgleich zu kommen. Nein. Na gut, sie wollen erstmal in die Kabine. Also mußte ich mir die zweite Halbzeit auch anschauen!!
Doch keine Änderung, die Taktik hieß: laßt die Spanier agieren! Irgendwann, ich wollte jetzt wirklich ausschalten, ging es plötzlich wieder auf dem Rasen. Es schien, als hätten sich die Spieler gegen das Ergebnis-Kartell erheben wollen und das Spiel doch noch - entgegen jeder Regie - gewinnen wollen. Es sah nach Kampf aus, rote Karten wurden provoziert, aber sicherheitshalber vom Schiri einfach mal übersehen.
Ich mußte weiterschauen. Und dann konnte ich nur noch lachen. Darüber, wie die Deutschen sich anstrengten, den schlechtesten EM-Final-Fußball für immer zu spielen.
Insgesamt hätten die Spanier locker mit 3:0 gewinnen können, soviele “Großchancen” haben die deutschen Spieler zugelassen (inkl. Eigentor). Hätten alle ernsthaften Torchancen einen Abschluß im Kasten gefunden, wäre es mindestens mit 5:0 ausgegangen.

Aber, und darauf kommt es an: es war ein spannender Sonntagabend mit fröhlichem Abschluß.
Am lustigsten waren dann nämlich die Auswertungen von Günter Netzer und Co. Eine Floskel jagt die nächste, Worthülsen werden getauscht, als gäbe es kein morgen. Mit journalistischem Vorwand und schlimmster Lokal-TV-Kulisse muß der Bundestrainer, das Mikro selbst haltend (und das bei ARD!!!), uralte Antworten auf uralte, von Sport-”Journalisten” immer wiedergekaute, Fragen geben…

HILFE!

Und aus.

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Clipfish ist toll!!!

Juni 28, 2008 · 3 Kommentare

Es ist Samstagnachmittag, beste Internetzeit ;-) und was passiert? Unser neuestes Spaßfilmchen hats auf die Startseite bei clipfish geschafft: “Das Ampelverhalten.”

Für alle, die zu spät kommen: hier gehts direkt aufs Video: germans
Also Anschauen und mit 5 Fischen voten.
(Offensichtlich sind wir mit dem Film einigen Leutschen auf den Schlips getreten. Hihi)

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Für immer. Erstmal. - 19

Juni 27, 2008 · 3 Kommentare

Singende Rasenmäher. Etwas heiser aber unüberhörbar. So was gab es also auch unter dem roten Sonnenaufgang auf Ritas Couch. Es dröhnte, ich schloss das Fenster.
Rita hatte schon alles vorbereitet. Die Rechnungen und Quittungen, so wie besprochen; ich brauchte nur noch hier und da unterschreiben, meine Kontonummer eintragen und fertig war das Geschäft. Jetzt musste ich warten, bis der Schotter auf meinem Konto war.
In Ritas Tagebuch las ich später: „Letzte Nacht bin ich mir selbst untreu geworden. Jetzt wird alles schwerer, ich muss ihn an mich binden. Das wäre kein Problem, er sieht nicht schlecht aus und ist ein guter Liebhaber, nur ist es halt nicht meine Art. Ich kann keine Beziehung gebrauchen.“
Sie musste zur Arbeit und gab mir einen Wohnungsschlüssel. So war ich erst mal grundversorgt, doch es wollte sich keine Freude einstellen. Ich musste plötzlich an Maria denken und der Streit mit ihr schmerzte in diesem Moment enorm. Ich wollte nun unbedingt einen Gesprächsversuch anstellen. Gegen 11 Uhr wollte ich sie überraschen, indem ich persönlich an ihrer Tür stehen würde. Alle Risiken, die ein unangekündigter Besuch mit sich führte, waren mir völlig gleichgültig.
Ich ging nicht hin.
Wir trafen uns mitten in der Stadt. Sie übersah mich so deutlich, dass mir klar war: sie hatte mit Absicht weit weg geschaut. Denn mich übersah man nicht! Ich ging auf sie zu.
Maria war schneller, drehte sich zur anderen Seite und verschwand in einem Geschäft.
Da dankte ich der Stadtverwaltung, denn ich stellte fest, dass die Sitzbänke in der Fußgängerzone also doch einen Sinn hatten. Man konnte sich draufsetzen und warten.
Ich wartete.
Es begann zu regnen.
Unter dem Vordach des gegenüberliegenden Hauses blieb ich jedenfalls vom größten Teil des runterfallenden Wassers verschont. Das war auch ganz gut so, denn hier stand ich noch ungefähr eine halbe Stunde, bevor ich leicht genervt ins Geschäft stürzte. Also, ich schlenderte betont lässig hinein. Es war ein ganz kleines Reisebüro. Hier war gerade mal Platz für zwei Kunden. Der Laden war also sehr übersichtlich und von Maria nichts zu sehen. Wie konnte sie mir entwischt sein?
Ich log: „Meine Freundin war gerade hier und hat vergessen, ein Prospekt mitzunehmen. Können Sie mir eins geben?“
Ich erhielt sehr viel Hochglanzpapier mit Fotos von Eiffeltürmen, Triumpfbögen und Baguettes. Ich stopfte alles in den nächsten Papierkorb.
Dann kaufte ich im Käseladen ein Stück stinkenden Brie und einen französischen Landwein.
“Bonjour!“, flötete ich in Marias Sprechanlage.
Das Türschloss summte.
“Passt gut, dass du kommst.“
“Paris“, sang ich, als ich zur Wohnungstür hereinflog. „Du Stadt der Straßencafés, der verbeulten Stoßstangen und der Huren.“ Ich folgte ihr auf dem Weg in die Küche.
Sie drehte sich nicht um und sagte fast tonlos: „Was soll das mit Paris?“
“Ah, du willst fliehen vor mir. Und ich kenne dein Versteck schon, obwohl du noch nicht losgefahren bist.“
“Was für’n Unsinn.“ Sie ging weiter, knipste das Radio an und griff sich einen Zettel und einen Stift. Sie schrieb etwas auf und zeigte mir den Zettel: „Schnauze. Stasi!“

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Jap. Neuer Film ;)

Juni 26, 2008 · 1 Kommentar

→ 1 CommentKategorien: 1 · jaaaaa! · und sonst so

Für immer. Erstmal. - 18

Juni 26, 2008 · 4 Kommentare

“Bitte? Wieso?“, ich staunte wirklich.
“Mein lieber Walter, es gibt ein paar ‚no goes’. Z.B. die Frisur einer Frau ist grundsätzlich kein Gesprächsthema, höchstens für simples Lob geeignet. Erst wenn die Frau die Frisur ins Gespräch bringt, darf darüber geredet werden. Und auch dann ist der Frau ausschließlich zuzustimmen! Es sei denn, du willst es dir mit ihr verscherzen. Möchtest du noch mal von vorn anfangen?“
“Liebe Rita“, ich hasste diese verlogenen Klischees, „diese Klischees sind für Frauenzeitschriften gemacht. Du als intelligente Frau solltest einen so ungebildeten Mist nicht nachplappern.“
Es war die Art von trotteliger Konversation, dieser immer gleiche Versuch, das, was gerade geschehen war, mit Schweigen in goldene Särge zu betten, während man dummes Zeug versilberte. Sicherlich hatte ich es vorgehabt, mit ihr im Bett zu landen, aber dann, hinterher, beschlich mich das Gefühl, es wäre nicht der richtige Zeitpunkt gewesen. Vor allem glaubte ich zu spüren, dass es ihr unangenehm war.
Ich wollte mir Vorwürfe machen, beschloss dann aber, nicht schuld zu sein. Hier waren zwei erwachsene Menschen beteiligt. Sie musste wissen, welche Wirkung ihr Aufzug hatte. Aber vielleicht hatte sie nicht damit gerechnet, dass ich sie überrumple. Ehrlich gesagt, hatte ich damit auch nicht gerechnet.
Inzwischen hatte sie sich geordnet, die Verwirrung war aber deutlich zu sehen. Wir wollten über das Geschäft reden und fanden keine Worte. Alles in uns wollte alles voneinander, nur nicht über Zahlen und Geschäfte reden. Meine Hand war schon wieder auf ihrer Haut. Ihr Duft war eine Fernsteuerung.

“Ich mähe, also bin ich.“ Was für Armleuchter!
Ein Philosoph hatte über Hitler geschrieben, der hätte nur deshalb so laut gebrüllt, um der Welt und sich selbst zu beweisen, dass er da war. Das schien generell eine menschliche Unart zu sein.
“Warum mähen Sie Ihren Rasen?“
“Damit er ordentlich aussieht.“
“Damit er ordentlich aussieht?“
“Ja, damit er ordentlich aussieht!“
“Aber das ist doch kein Grund. Ordentlich aussehen.“
“Wieso nicht?“
“Ich meine, glauben Sie, dass sonst das Gras unkontrolliert bis in den Himmel wächst und uns den Lebensraum nehmen und am Ende alles menschliche auffressen will?“
“Nein seien Sie doch nicht albern. Wenn man das Gras nicht mäht, fängt es an zu blühen.“
“Hilfe, blühendes Gras ist giftig?“
“Sie verstehen nicht.“
“Nein, ich verstehe nicht. Sie fahren Ihr Auto bestimmt auch einmal die Woche in die Wäsche oder? Nachdem Sie es samstags benutzt haben? Damit es ordentlich aussieht?“
“Bitte legen Sie sich hin. Sie sind eine Gefahr für die Gemeinschaft.“
“Ich vertrete die Interessen des wachsenden Grases, das von Euch unterdrückt wird!“
“Mein lieber Herr, ich habe den Auftrag hier zu mähen. Also mähe ich. Und wenn Sie nicht sofort verschwinden, dann landen auch Sie unter meinem Rasenmäher.“
“Lassen Sie mich los!“
Aber die Hand in meinem Schritt kam von woanders.
Ich dämmerte in den Morgen und spürte warme weiche Finger, die mir ein paar schöne Aufwachminuten bescheren wollten.

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Für immer. Erstmal. - 17

Juni 25, 2008 · 3 Kommentare

Rita scannte mich, als ich in der Tür stand.
“Nanu! Ich dachte, du wolltest dich frisch machen? Du hast ja immer noch dieselben Klamotten an!“
“Nein“, lächelte ich, „es sind frische Sachen. Immer wenn ich eine Hose oder eine Jacke sehe, die mir gefällt, kaufe ich mindestens drei davon, damit ich möglichst lange was davon habe. Ist eine Hose schmutzig, zieh ich die andere an. So kann ich jeden Tag das gleiche tragen, aber immer frisch und sauber sein.“
Erst jetzt fiel mir auf, dass Rita in Unterwäsche rumlief. In Herrenunterwäsche! Boxerslip und extrem weites T-Shirt. Sie trug dicke Wollsocken und erinnerte mich damit leicht an Maria. Stand ich etwa auf Frauen, die etwas männliches und etwas Porno an sich hatten? Der Gedanke missfiel mir.
Ihre Beine jedenfalls waren vollendet weiblich, wie von einem Mann geschnitzt, der sich bei der Formgebung die schönsten Frauenbeine der Welt vorgestellt hatte. Es muss ein guter Handwerker gewesen sein. Rita wusste um die Fesselwirkung ihrer Beine und präsentierte sie offen als Köder. Sie hatte mich bereits am Haken. Dagegen musste ich demonstrieren. Also ließ ich sie vergeblich auf einen Biss warten. Ich wollte, dass sie an sich zweifelte, irgendwann die Geduld verlieren und sich gewaltsam Zugang zu meinem Heizhaus verschaffen sollte.
Dieser Zweikampf machte mir zunächst keine Mühe. Es war wie beim Armdrücken, ich musste lediglich gegenhalten, bis die Kraft meines Gegners nachließ. Ich durfte nur nicht unaufmerksam sein.
Ich war unaufmerksam. Mein Unterbewusstsein war kurzzeitig stärker und lenkte mich auf ihr Sitzmöbel. Ich setzte mich rechts neben Rita, immerhin ans andere Ende der Couch. Es hätte noch ein Pferd zwischen uns gepasst.
Ich blieb zurückhaltend, hatte aber die körperliche Distanz verkürzt; war einen Schritt auf sie zugegangen, ohne einen Angriff zu starten. Ich hatte meine Truppen in die Reichweite ihrer Kanonen bugsiert.
Ich wollte, dass sie schießt und glaubte gehört zu haben, wie sie rief: „Gebt Feuer!“. Doch es war nur ein rauschender Blick einer Feldherrin.
Sie war gut aufgestellt, die Uniformen leuchteten, ihre Feldwimpel zappelten, die Lanzen blitzten.
Ich hieß meinen Offizier, anlegen zu lassen. Der Feind blieb unbeeindruckt. Die Wimpel flatterten.
Ich ließ 10 Schritte vorrücken.
Doch da! Der Feind warf Lanzen und Gewehre ins Gras, die Feldzeichen verschwanden, weiße Wimpel wurden geschwungen.
Ich nahm die Kapitulation an, aber es war nur eine List.
Sie ahnte nicht, dass ich ein grausamer Feldherr war.
Nachdem der Gegner die Waffen vollständig niedergelegt hatte, metzelte ich quer durch die Reihen.
Nur sie, die Herrin, ließ ich am Leben.

“Ein Anwesen auf dem Land mit Reetdach. Dazu drei Hunde, ein Pferd, eine Ziege und ein Schaf. Außerdem natürlich ein Dutzend Hühner, Enten und Gänse - und Katzen, aber die kommen ja von allein.“ Ich träumte so vor mich hin und Rita amüsierte sich.
“Ich muss nur von hier verschwinden, denn hier ist alles zu teuer, außerdem wird man hierzulande ja bei der Polizei angezeigt, wenn man seinen Rasen nicht regelmäßig mäht.“
Rita war wirklich eine Schönheit. Jetzt, da ihre 80er-Jahre-Frisur zerstört war, sah sie 20 Jahre jünger aus.
“Warum trägst du so eine unmoderne Frisur?“ fragte ich.
“Du hast keine Ahnung von Frauen.“

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Für immer. Erstmal. - 16

Juni 22, 2008 · Keine Kommentare

Sophie war erstaunt, aber fröhlich: “Dass du noch mal reinschaust!“
“Ich halte es für besser, dich in deinem anderen Leben zu belassen.“
“Ja“, nun war sie nicht überrascht „ich finde es nicht so toll, aber das ist eine Entscheidung, die nur du treffen kannst.“
“Nein, es ist eine Entscheidung, die du längst getroffen hast: du schiebst die Verantwortung für unsere Beziehung weit weg von dir, um ein reines Gewissen zu haben. Dein Leben besteht aus Lügen, also wundere dich nicht, wenn dein Kartenhaus dich irgendwann unter sich begräbt.
Hast du meine Klamotten schon in einen Sack geworfen?“
“Nein“, sie klang traurig „ich hatte gehofft, dass du es dir anders überlegst.“
“Wann erkennst du endlich, dass auch du Verantwortung für uns trägst?“ Ich bremste: “Ich muss in die Wanne, kommst du mit?“
Sie kam mit, wir hatten uns allerdings nichts zu erzählen. Sie fragte nicht, ich fragte nicht. So einfach ging das mal wieder, dachte ich; so einfach wurde ich in meiner Entscheidung bestätigt. Sie lebt ihr anderes Leben, selbst wenn ich bei ihr bin.
Es war deutlich zu spüren, dass sich zwischen ihr und mir eine Menge anderer wichtiger Menschen bewegten. So wichtig, dass ich nur noch im Hintergrund stand. Ich konnte mich noch gut erinnern, wie elektrisch sie war, als wir uns kennen lernten, wie viel Licht wir miteinander tauschten, wie wir zusammen auf der Bühne standen und das schönste Liebesglück des Multiversums spielten.
In der Wanne wurde mir klar, wurde mir körperlich klar, dass inzwischen nur noch ein Logenplatz für mich reserviert war. Und auch nur hinterm Parkett.
Mich hielt es keine 5 Minuten in der Wanne. Oder anders herum: Sophie stieß mich fort.
Ich zog mich schnell an und klärte mit ihr, dass ich meine Sachen noch ein paar Tage bei ihr lassen konnte, bis ich einen neuen Aufenthalt gefunden hätte. Ich nahm den Schlüssel, schaute noch mal in den Spiegel: rasiert, eingecremt, die kurzen Haare mit Gel verstärkt, die immergleichen schwarzen Klamotten und schon war ich auf dem Weg in eine rotierende Nacht.
Ich war jetzt gleich zwei Beziehungen los. Die beiden schönsten und schwierigsten. Da wurde es also Zeit für eine schöne, aber einfache Begegnung. Rita war heiß auf mich, da war ich mir ziemlich sicher und ich wollte endlich ihre Schenkel küssen.

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