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Rätselraten?

28. Juni 2009 · 2 Kommentare

Meinetwegen könnte das “Rätselraten” über Michael Jacksons Tod mit aller gebotenen Ruhe stattfinden. Tut es ja auch. Nur unsere “Medien” fühlen sich irgendwie verpflichtet, sich in der kalifornischen Sonne mit einem ARD-Mikrofon zu zeigen und irgendwas über Spekulationen zu spekulieren.

Gerade kürzlich wurde eine Studie bekannt, die ergab, daß Journalisten im Ansehen der Bevölkerung bereits unter Politiker gesunken seien.
Einen der Gründe, warum es wohl so ist, haben uns die “Journalisten” gerade bereitwillig präsentiert: mit der Medienhysterie wegen eines toten Zuchthengstes der Musik- und Lifestyle-Industrie.

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Die Profis aus der hohen Musik

20. Juni 2009 · 1 Kommentar

Dieter Gorny ist eingeschnappt. Und hat dann mal kurzerhand seine Popkomm abgesagt. Es sei “ein Zeichen des Protests gegen “Internetpiraterie”", so Gorny. Er beschwört wieder das Gespenst der “digitalen Krise”, wonach die “Internetpiraterie” die Musikbranche kaputt mache. Er nennt es sogar “Diebstahl im Internet”.
Und – es sei ein Zeichen an die Politik. Die hohen Damen und Herren in Berlin mögen bitte endlich etwas dagegen tun.

Ich verstehe ja, daß die Musikindustrie jammert. Umsätze gehen zurück, der Markt ist immer schwerer berechenbar, die von der Industrie billig und künstlich gezüchteten Stars landen reihenweise im Orkus der Bedeutungslosigkeit.
Aber, das ist doch logisch. Das hätten die doch wissen müssen! Die da Anfang der 90er in Köln anfingen, sich selbst zu feiern mit Kometen und pompösen Messeauftritten. Die waren damals alle so schlau, die solariumgebräunten Vertreter der sogenannten “Major-Labels”.
Sie haben immer noch nicht begriffen, daß sie selbst das Ende der Musikindustrie sind.

Aber mal ganz ohne Emotion. Wer sind denn hier die Piraten?
Piraten sind ja böse und stinkende Vagabunden, die sich einfach was nehmen, was in aller Regel für den Handel bestimmt ist.

Was ist denn da für den Handel bestimmt?
Lediglich die Urheberrechte, Verwertungsrechte, Vervielfältigungsrechte, Senderechte…

Die Musik ist für die Industrie nur ein Vehikel!
Jetzt nehmen sich die Kunden einfach nur die Musik, mehr wollen die gar nicht.
Das ganze Rechtegeraffel interessiert den Musikfreund nicht!

So. Und jetzt wundert sich die Musikindustrie, daß das, womit sie ihr Geld verdient, eigentlich niemand haben will. Also, zumindest nicht der Kunde.
Stattdessen hat der Kunde die ganzen Jahre etwas bezahlt, was niemand braucht.

Denn diese vielen Rechte sind nur notwendig, damit ein Unternehmer mit Musik wirklich VIEL Geld verdienen kann.
Zuerst holt man sich die Rechte, dann monopolisiert man den Markt und dann quetscht man den Kunden aus. Er hat ja keine Wahl.
So. Und jetzt kam plötzlich das Internet und ein paar findige Musikfreunde entdeckten den Musiktausch. Ohne Rechte.
Herrlich.

Zwar kann man jetzt mit guter Musik nicht mehr so leicht reich werden – aber es ist so, wie vor der Erfindung der Musikindustrie: es geht um die Musik.
Ich mag das.
Nun muß nur noch die GEMA zugemacht werden.

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Die Profis gegen Rechts

5. Juni 2009 · Kommentar schreiben

amazon.de bietet rechte Literatur. An.
Zumindest übers Partnerprogramm.
Mmh.
Das ist erstmal n Ding.

Aber wirklich ein Ding sind die politischen Parteien, die sich sofort alle zu Wort melden und von amazon verlangen, die Angebote konsequent zu streichen.
Das ist doch witzig, oder?
Die Parteien haben selbst nicht genug Arsch in der Hose, um sich konsequent gegen die NPD aufzustellen, verlangen das aber von allen anderen, jetzt von amazon.

amazon reagiert und sagt: solange kein geltendes Recht gebrochen wird, sehen wir keinen Anlaß zum Handeln.
Heißt auf deutsch: wenn Ihr Politclowns nicht in der Lage seid, wirksam gegen Rechts zu handeln, dann können wir das erst recht nicht. Ohne Rahmen kein Inhalt. Fertig.
Find ich gut.

So.

Und jetzt frag ich mich gerade, welcher Art denn die vielen Dokus sind, die man ganz simpel und ohne Schamgefühl beim Weltbild-Verlag bestellen kann. Dokus mit den total neutralen Titeln wie “Rommel – der Wüstenfuchs” und so.
;-)

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Think Tank für Falx Übermorgen

22. Mai 2009 · 1 Kommentar

Ich bin irgendwie nicht doof genug zum Diskutieren.
Als Bengel sprach ich zu meinem Vater: Ich will Diskutieren lernen. Sagt der: Warum?

Die Großen vor mir haben ja irgendwie schon alles gesagt. Es steht alles irgendwo geschrieben. Das große Mißverständnis steht in der Bibel, die Aufklärung steht bei Nietzsche und für Menschen von heute gibts den kleinen Prinzen.
Und für die, die den kleinen Prinzen nicht verstanden haben, gibts den Alchimisten.

So.
Und nun?

Ich werds nochmal versuchen. Robert Bly (”Eisenhans”) hat mir Hoffnung gegeben, daß es doch noch Gründe geben könnte, um über wirklich spannende Dinge nachzudenken. Deshalb gehe ich jetzt noch mal ganz weit in die Geschichte und lese Aristoteles.
Seid gespannt, wie mich die Lektüre stärken wird!

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Das Ministerium für Gesetzmäßigkeiten:

21. Mai 2009 · Kommentar schreiben

Die vollkommene Freiheit des Volkes ist nur möglich bei dessen lückenloser Überwachung und Kontrolle.

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Die Profis vom Wahlkampf

16. Mai 2009 · Kommentar schreiben

Jetzt gehts lo-hos!

Nun ist dieser Samstag nicht der nachrichtenstärkste. Aber deswegen die Kritik an den Wahlversprechen der Linken an 1 zu setzen, das kann nur einer Nachrichtensendung passieren, die eine politische Motivation hat: Die Tagesschau.

Und dann auch noch den wohl inzwischen meistinterviewten Parteiaustreter der Welt im 5 Meter langen Interview… Soviel O-Ton zur immergleichen Sache hat selbst Merkel in der ARD noch nicht bekommen.
Interessant auch: Political Correctness scheint jetzt nicht mehr wichtig zu sein und journalistische Grundregeln sind außer Kraft gesetzt – zumindest wenn es gegen Lafontaine und die LINKE geht.

Soweit ist es also schon wieder. Eine starke politische Volksbewegung wird radikalisiert und dämonisiert, die Gegner der Bewegung erhalten Redezeit und die Kritisierten nicht. So darf man mit demokratiefeindlichen Kräften umgehen, wenn man selbst keine Argumente hat, aber mit der drittstärksten politischen Partei Deutschlands nicht.

Ich wünsche den Linken, daß sich die Wähler an der Urne dafür bedanken, weil an diesem Beispiel deutlich wird, daß die Demokratie in Gefahr ist.

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Rauchverbot auf deutschen Autobahnen?

10. Mai 2009 · Kommentar schreiben

Oder Tempolimit in öffentlichen Gebäuden.
Soll Wappenbildung strafbar sein?

Was fürn Sonntag…

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Die Profis vom Filmpreis

26. April 2009 · Kommentar schreiben

Jetzt ist mir klar, woran der deutsche Film krankt:
Daran, dass die Protagonisten sich so verdammt gesund fühlen.

Eine Fügung ließ mich am vergangenen Freitag ins zdf zappen und ich sah eine putzmuntere, etwas zu sehr quietschende Moderatorin, deren Namen ich nicht kennen muß. Nicht falsch verstehen: ich fand, die war echt gut, aber etwas zu frisch für diese Veranstaltung.
Diese Veranstaltung enthielt nämlich verdammt viel schlechte Laune. Die Schnitte ins Publikum waren oft geradezu bedrückend.
Bei dieser Beerdigungstimmung wirkten die Gags der Moderatorin wie ein aufmunterndes “Das Leben geht weiter!” an einen Krebspatienten.
Und warum haute sie mehrere Spitzen gegen Til Schweiger raus und warum lachte das Publikum hämisch? Nur weil er sich öffentlich gegen die Akademie geäußert hat?
Das wäre echt billig.

Naja. Das wars aber nicht, was mich so schockierte.
Viel schlimmer war, daß in den verschiedenen Kategorien immer dieselben Filme nominiert waren. Jetzt steht die Frage: gab es nur so wenig gute Produktionen in Deutschland oder gab es nur so wenig Produktionen überhaupt?
Völlige Verirrung der Filmakademie: “Fleisch ist mein Gemüse” war nominiert! Und daß ausgerechtnet der Bandleader aus diesem Film den Preis für die beste Nebenrolle bekam, zeigt, wieweit die Juroren von der Wirklichkeit und von echtem Witz entfernt sind.

Nunja. Die Branche hat sich selbst gefeiert. Mit einer mittelmäßigen Gala-Show hat sie gezeigt, daß sie nicht nur in der Lage ist, schlechtes Kino zu produzieren. Das ist doch schon etwas!

Aber am schlimmsten fand ich: Während die Laudatoren so oder ähnlich sprachen: “Und hier die Nominierten!”, drehten sie sich zur Leinwand, anstatt wie ein Profi in die Kamera zu schauen bis zum Schnitt. Selbst Heike Makatsch.
Mann Mann Mann.

So. Die Show hatte aber auch was Gutes: Ich habe soviele Filmausschnitte aus den immergleichen Filmen gesehen, daß ich mir sicher bin, daß ich “Wolke 9″ und “John Rabe” in Gänze sehen möchte.

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Gesundes Essen macht krank

7. April 2009 · 5 Kommentare

Seit vielen Jahren publiziert Udo Pollmer zum Thema “Eßt endlich normal!” und doch ist es immer wieder überraschend und erfrischend, ihm zuzuhören oder ihn zu lesen. Ganz besondere Leckerbissen sind die Interviews, die er den regelmäßig verdutzten “Journalisten” gibt. Hier meine aktuelle Nummer 1: Wer gesund ißt, stirbt früher.

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Die Profis vom Film: Fleisch ist mein Gemüse

31. März 2009 · 6 Kommentare

Ich hab seit Sonntag überlegt, was ich zu diesem Film schreiben kann. Einerseits wäre es so viel, andererseits habe ich mit dem Film schon viel zu viel Zeit verbracht. Also hier mein Fazit:

Für nen Amateurfilm nicht schlecht.

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